18. Juli 2026
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Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Hochbeet am Ickerner Knoten verbindet Natur mit Kunst und Geschichte

EUV Stadtbetrieb pflanzt 350 neue Pflanzen und integriert historische Granitsteine des ehemaligen Düngemittelwerks Victor

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Das Hochbeet am Ickerner Knoten hat eine sichtbare Aufwertung erfahren. Der EUV Stadtbetrieb hat dort insgesamt 350 neue Pflanzen gesetzt. Zwischen Gräsern und Salbei finden sich nun gelbe Farbtupfer der Golderdbeere sowie die fliederfarbene Lilientraube.


Neben der neuen Bepflanzung wurden zwei jeweils drei Tonnen schwere Granitsteine integriert. Sie stammen von der ehemaligen BASF-Düngemittelwerk Victor GmbH aus Ickern, die 1990 geschlossen wurde. Die Steine wurden auf Wunsch und dank einer Spende des Künstlers Jan Bormann und seiner Frau, der Künstlerin und Fotografin Erika Anna Schäfer, gemeinsam mit dem EUV Stadtbetrieb vor Ort platziert.


Die Granitsteine sind, wie auch die knapp 14 Meter hohe Stickstoffsäule unweit davon in Ickern, Originalteile aus dem ehemaligen Werk. Die Stickstoffsäule wurde in den 90er Jahren von Jan Bormann geplant und gemeinsam mit den Mitarbeitern des Werkes vor dessen Schließung umgesetzt, dokumentiert wurde das Projekt von Erika A. Schäfer. Die Bauzeit der Plastik betrug damals mehr als 15 Monate.


Zur Idee hinter dem Projekt sagt Jan Bormann: „Ich wollte gerne aufzeigen, dass aus einem alten Ort, etwas Neues entstehen kann. Etwas das als Erinnerung dient, wenn das Werk geschlossen wird. Eine Erinnerung auch für die Mitarbeiter des Düngemittelwerkes.“


Die Steine im Hochbeet verfolgen nach Angaben des EUV Stadtbetriebs das gleiche Ziel: Sie sollen den Castrop-Rauxeler Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils Ickern, ein Stück lokale Geschichte ins Bewusstsein rufen. Erika A. Schäfer betont dazu: „Viele verbinden Castrop-Rauxel immer mit dem Kohlebergbau. Aber auch das ehemalige Düngemittelwerk war ein wichtiger Arbeitgeber und ist Teil der Geschichte Castrop-Rauxels.“


Am Ickerner Knoten trifft nun Natur auf Kunst. Die Umgestaltung bringt sowohl frisches Grün als auch einen kunstvollen Charakter ins Stadtbild.


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Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.