18. Juli 2026
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Alex Scheidle entdeckt das neue Loch in der Recklinghauser Straße. | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

„Es knirschte unter den Füßen“: Neues Loch in der Recklinghauser Straße

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Kaum ist die Recklinghauser Straße nach dem großen Tagesbruch wieder vollständig befahrbar, gibt es nur rund 150 Meter entfernt die nächste Schadstelle. Am Samstagnachmittag, 18. Juli, bemerkte Alex Scheidle beim Überqueren der Straße, dass unter seinen Füßen etwas nicht stimmte.


Scheidle querte die Recklinghauser Straße zu Fuß, als es unter dem Asphalt plötzlich „knirschte“. Bei genauerem Hinsehen entdeckte er zunächst ein ungefähr Zwei-Euro-Stück großes Loch in der Fahrbahndecke. Weil ihm die Stelle nicht geheuer war, verständigte er die Feuerwehr.


Die Gefahrenstelle wurde kurze Zeit später abgesichert. Mitarbeiter des EUV Stadtbetriebs öffneten den betroffenen Bereich schließlich auf einer Fläche von ungefähr 40 mal 60 Zentimetern. Dabei zeigte sich, dass unter der Fahrbahndecke bereits Material fehlte.


Nach erster Einschätzung vor Ort war eine Anschlussleitung unter der Straße beschädigt. Dabei handelt es sich um eine Leitung, über die Regenwasser von einem Straßeneinlauf/Sinkkasten zum Hauptkanal geführt wird. Durch die schadhafte Stelle konnte das umgebende Material in das Rohr gelangen und weitergespült werden. Während die vergleichsweise stabile Fahrbahndecke zunächst noch bestehen blieb, entstand darunter nach und nach ein Hohlraum.


Der EUV verfüllte die Stelle am Samstag zunächst provisorisch. Nach Angaben vor Ort wurden dafür etwa 700 Kilogramm Füllmaterial benötigt. Anschließend konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.


Damit ist die Verkehrssicherheit vorerst wiederhergestellt. Ein Mitarbeiter des Stadtbetriebs erklärte CASNews, dass die Stelle regelmäßig kontrolliert werde. Sollte sich der Asphalt erneut absenken, müsse der Bereich wieder gesperrt werden. Der Verkehr könnte dann zunächst einspurig an der Schadstelle vorbeigeführt werden.


Bei der aktuellen Sicherung handelt es sich ausdrücklich noch nicht um eine dauerhafte Reparatur. Wie groß der Schaden an der unterirdischen Leitung tatsächlich ist und welche Arbeiten erforderlich werden, lässt sich erst nach einer weitergehenden Öffnung der Fahrbahn abschließend feststellen.


Alex Scheidle zeigte sich erleichtert, dass er die kleine Öffnung rechtzeitig bemerkt hatte. Er fragte sich zugleich, was hätte geschehen können, wenn am Montag wieder zahlreiche schwere Lastwagen über die Recklinghauser Straße gefahren wären. Wenn der Untergrund bereits unter einem Fußgänger hörbar nachgebe, sei eine schnelle Kontrolle aus seiner Sicht dringend notwendig gewesen.


Die neue Schadstelle liegt nur ungefähr 150 Meter von dem Bereich entfernt, an dem Ende Mai ein größerer Tagesbruch vor dem Parkbad Nord entstanden war. Damals hatte ein Schaden am öffentlichen Kanalsystem umfangreiche Bauarbeiten erforderlich gemacht.


Die Recklinghauser Straße musste ab dem 29. Mai vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Borghagener Straße, die Römerstraße und die Lange Straße umgeleitet. CASNews berichtete über die damalige Sperrung im Artikel „Recklinghauser Straße wird wochenlang gesperrt“.


Erst Ende Juni waren die Reparaturarbeiten so weit abgeschlossen, dass der Verkehr wieder durch Ickern rollen konnte. Auch über die Freigabe der Recklinghauser Straße nach der mehrwöchigen Sperrung hatte CASNews berichtet.


Nun ist nur wenige Wochen später erneut Material unter der Fahrbahn verschwunden. Anders als beim ersten Tagesbruch konnte die neue Stelle frühzeitig entdeckt und zunächst verfüllt werden. Ob auch diesmal umfangreichere Tiefbauarbeiten und Verkehrseinschränkungen notwendig werden, war am Samstagnachmittag noch nicht abschließend geklärt.


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Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.