21. Mai 2026
Image
Zum Grundstück von Henning Börgmann und Natascha Geesmann an der Karlstraße gehört eine Fläche, die in Bauland umgewandelt werden könnte. | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Bebauung an der Karlstraße: Anwohner bringen Alternative ins Spiel

Fläche befindet sich in Nähe des alten Friedhofsgeländes

Newsletter abonnieren - lokal & zuverlässig

Unser kostenloser Newsletter hält Sie täglich über die wichtigsten Nachrichten aus Castrop-Rauxel auf dem Laufenden - direkt ins E-Mail-Postfach.

Jetzt Newsletter abonnieren

Werbung

Eine kleine Grünfläche zwischen Karlstraße und Bochumer Straße steht derzeit im Fokus. Ein Antrag der CDU-Fraktion zielt darauf ab, die Fläche in Altstadtnähe für Wohnzwecke zu entwickeln. Insbesondere geht es hierbei um barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen. Für Diskussionen sorgt unter anderem die Tatsache, dass es sich um ein ehemaliges Friedhofsgelände mit altem Baumbestand handelt (CASNews berichtete).


In der Sitzung des Bauausschusses (Betriebsausschuss 3) hatten Anwohner die Frage aufgeworfen, ob es nicht alternative Grundstücke im Stadtgebiet gebe, die für eine Bebauung infrage kämen. Henning Börgmann bringt eine mögliche Alternative ins Spiel. Und diese liegt nur rund 300 bis 400 Meter vom alten Friedhofsgelände entfernt. Henning Börgmann (52) und Natascha Geesmann (52) wohnen an der Karlstraße. Zu ihrem Grundstück gehört eine ca. 3.000 bis 4.000 Quadratmeter große Freifläche, die bis dato noch nicht als Bauland ausgewiesen ist. „Im Moment wird sie als Pferdewiese genutzt, aber wir überlegen schon seit einiger Zeit, sie in Bauland umzuwandeln – perspektivisch, als Altersvorsorge“, sagt Henning Börgmann. „Auf der Wiese müssten keine Bäume gefällt werden. Außerdem ist eine Anbindung an die Infrastruktur vorhanden, denn die Bushaltestelle ist rund 100 Meter entfernt“, erklärt er.


Als das Ehepaar Anfang des Jahres gelesen habe, dass die CDU den Wohnungsbau in Castrop-Rauxel weiter voranbringen und zusätzlichen Wohnraum schaffen wolle, sei der Gedanke, die Fläche künftig entwickeln zu wollen, wieder aufgekommen. Und so habe man am 9. März eine E-Mail an die CDU-Fraktion geschrieben. In dem Schreiben, das CASNews vorliegt, heißt es unter anderem: „Wir möchten unser grundsätzliches Interesse bekunden, zu prüfen, ob auf einem in unserem Besitz befindlichen, stadtnah gelegenen Grundstück an der Karlstraße die Entwicklung von barrierefreien Wohnhäusern realisiert werden könnte. Insbesondere sehen wir hier Potenzial für Wohnraum, der den Bedürfnissen älterer Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität gerecht wird und gleichzeitig zur Entlastung des lokalen Wohnungsmarktes beitragen kann. Gerne würden wir mit Ihnen oder den zuständigen Ansprechpartnern der Stadtverwaltung in einen Austausch treten, um auszuloten, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Entwicklung möglich wäre. (…) Über eine Rückmeldung sowie Hinweise zu möglichen nächsten Schritten oder zuständigen Ansprechpartnern würden wir uns sehr freuen.“


„Wir hätten gern entsprechende Gespräche geführt, aber wir haben bis heute keine Antwort erhalten“, sagt Henning Börgmann.


Die Mail sei eingegangen, bestätigt CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Breilmann auf CASNews-Anfrage: „Wir sind nicht diejenigen, die zuständig sind. An dieser Stelle muss die Verwaltung übernehmen.“


  • Quelle(n):

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin