Vereine hoffen auf Einnahmen durch Stadionnamen
Michael Trockel wirbt für Vermarktung von Sportplätzen
- 13.05.2026 um 06:27
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenNach den Fusionsplänen im Castroper Fußball rückt ein weiteres Thema in den Fokus: die finanzielle Situation der Vereine. Im Ausschuss für Bürgeranliegen, Ehrenamt und Sport machte Michael Trockel von Blau-Gelb Schwerin deutlich, dass neue Einnahmequellen dringend benötigt werden – und brachte dabei einen konkreten Vorschlag ein.
Stadionnamen als einfache Lösung?
Trockel, Mitglied des erweiterten Vorstands und zuständig für Schiedsrichterangelegenheiten, sprach sich dafür aus, die Vermarktung von Sportplatznamen zu ermöglichen. In anderen Städten sei es längst üblich, Sportanlagen nach Sponsoren zu benennen.
Aus Sicht des Vereins liegt der Vorteil auf der Hand: Zusätzliche Einnahmen könnten generiert werden, ohne dass die Stadt finanziell belastet wird. „Das wird die Stadt keinen Cent kosten“, machte Trockel deutlich und bezeichnete diese Möglichkeit als einfache und naheliegende Lösung.
Verwaltung zeigt Verständnis – sieht aber Hürden
Bürgermeister Rajko Kravanja reagierte offen auf den Vorschlag und stellte klar, dass die Idee grundsätzlich nachvollziehbar sei. Gleichzeitig verwies er auf die aktuelle Beschlusslage.
Demnach ist die Vermarktung von Sportplätzen in Castrop-Rauxel bislang nicht vorgesehen. Diese Regelung wurde in der Vergangenheit gemeinsam mit Politik und Stadtsportverband getroffen und gilt weiterhin.
Grundsatzfrage für die Zukunft
Die Diskussion zeigte jedoch auch, dass das Thema nicht abschließend geklärt ist. Der bestehende Beschluss ist mehrere Jahre alt und könnte künftig erneut auf den Prüfstand kommen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Vereine, sondern um grundsätzliche Fragen: Welche Rolle darf Werbung im öffentlichen Raum spielen? Und sollen alle Vereine gleichermaßen von solchen Möglichkeiten profitieren können?
Finanzdruck wächst
Für viele Vereine ist die Suche nach zusätzlichen Einnahmen längst zur Notwendigkeit geworden. Steigende Kosten und wachsende Anforderungen im Vereinsbetrieb sorgen dafür, dass traditionelle Finanzierungswege allein oft nicht mehr ausreichen.
Die Idee, Sportanlagen zu vermarkten, ist deshalb Teil einer größeren Entwicklung: Vereine suchen nach neuen Wegen, um ihre Arbeit langfristig zu sichern.
Weitere Artikel der Serie:
Teil 1: Fusion im Fußball: Zwei Vereine planen gemeinsamen Neustart
[Transparenzhinweis: Der Autor dieses Artikels, Nils Bettinger, ist Mitglied des Rates der Stadt Castrop-Rauxel. An der Sitzung des Ausschusses nahm er jedoch ausschließlich in seiner Funktion als Pressevertreter teil. Die journalistische Berichterstattung erfolgt unabhängig von seiner politischen Tätigkeit.]
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
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