Erfolgreiches Zusammenspiel: Innenstadt profitiert von drei Veranstaltungen zugleich
Casconcept zieht positives Fazit zur „Nacht der Chöre“ – Kombination mit Nightshopping und Naschmarkt überzeugt
- 13.05.2026 um 08:41
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenDie Kombination aus „Nacht der Chöre“, Nightshopping und einem zusätzlichen Naschmarkt hat sich aus Sicht der Werbegemeinschaft CASCONCEPT als erfolgreich erwiesen. Vorsitzender Göke spricht von einer „richtig guten Veranstaltung“, die unterschiedliche Zielgruppen in die Innenstadt gelockt habe.
Das Konzept, mehrere Formate parallel anzubieten, habe sich bereits in der Vergangenheit bewährt. Während die Chöre vor allem kulturinteressierte Besucher anziehen, nutzten andere Gäste die Gelegenheit zum abendlichen Einkauf. „Da treffen zwei unterschiedliche Menschengruppen aufeinander“, erklärt Göke. Genau diese Mischung habe für zusätzliche Frequenz gesorgt.
Erstmals sei ergänzend ein kleiner Naschmarkt entstanden. Die beteiligten Gastronomen hätten sich im Vorfeld offen für eine Teilnahme gezeigt. So seien letztlich drei Veranstaltungen gleichzeitig umgesetzt worden, die jeweils eigene Besuchergruppen angesprochen hätten. „Für die Chöre war ein breites Publikum da, die Gastronomie hatte viele Gäste und auch die Geschäfte waren nach allem, was ich bisher gehört habe, zufrieden“, so Göke.
Ein wesentlicher Faktor sei dabei die räumliche Verteilung der Bühnen gewesen. Neben dem Marktplatz wurde auch der Simon-Cohen-Platz bespielt. Dadurch habe es eine kontinuierliche Bewegung zwischen den Standorten gegeben, von der auch der Einzelhandel profitierte. „So wurde auch das ein oder andere Geschäft besucht“, sagt Göke.
Ob die Kombination der drei Formate künftig dauerhaft fortgeführt wird, ist noch offen. Der Vorstand von CASCONCEPT will nun zunächst ein umfassenderes Stimmungsbild einholen. „Wir werden unsere Mitglieder befragen und schauen, wie die Resonanz insgesamt ist“, kündigt Göke an. Die „Nacht der Chöre“ selbst sei ohnehin als wiederkehrendes Format im Zwei-Jahres-Rhythmus angelegt.
Ein bekanntes Problem bleibt die Beteiligung der Geschäfte am Nightshopping. Zwar gebe es grundsätzlich Interesse, jedoch sei der organisatorische Aufwand für viele Betriebe hoch. „Das Hauptproblem ist tatsächlich das Personal“, erklärt Göke. Zusätzliche Öffnungszeiten bedeuteten mehr Arbeitsstunden, Zuschläge sowie Vor- und Nachbereitung. Gerade in Zeiten knapper Personalressourcen sei dies für viele Unternehmen schwer darstellbar.
CASCONCEPT plant daher eine neue Initiative: Durch persönliche Gespräche mit Geschäftsinhabern soll für eine stärkere Beteiligung geworben werden. Ziel sei es, mehr Betriebe zu motivieren, da eine größere Teilnahme wiederum zu höherer Besucherfrequenz führe. „Je mehr mitmachen, desto mehr Publikum kommt – und davon profitieren am Ende alle“, betont Göke.
Als entscheidender Einflussfaktor bleibt jedoch das Wetter. Bei der aktuellen Veranstaltung hätten die Bedingungen optimal mitgespielt. Göke macht aber deutlich: „Bei Kälte und Regen wäre wahrscheinlich weniger als die Hälfte der Besucher gekommen.“ Für Gastronomie und Handel könne das schnell wirtschaftlich kritisch werden, wenn Aufwand und Ertrag nicht mehr im Verhältnis stehen.
Trotz dieses Risikos zieht CASCONCEPT insgesamt ein positives Fazit. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass eine kluge Kombination unterschiedlicher Angebote die Innenstadt beleben kann. Für die kommenden Jahre soll das Konzept nun weiterentwickelt werden – mit dem Ziel, noch mehr Akteure einzubinden und die Attraktivität weiter zu steigern.
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
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