22. Juli 2026
Unterstützen Sie CASNews!
1.015 € von 5.000 € (20%)
Image
Blick auf die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Siemensstraße/Klöcknerstraße | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Rat stimmt Neubau der Feuer- und Rettungswache zu

Rat beschließt rund 78 Millionen Euro teures Bauprojekt am ehemaligen Klöckner-Kraftwerk

Vorlesen
Text:
Werbung

Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel hat in seiner Sitzung am 16. Juli dem Bau der neuen Feuer- und Rettungswache zugestimmt. Damit kann die Verwaltung nach Erfüllung der noch ausstehenden Rahmenbedingungen den Auftrag für Planung, Bau und ausgewählte Betriebsleistungen vergeben.


Die neue Feuer- und Rettungswache soll auf dem Gelände des ehemaligen Klöckner-Kraftwerks an der Habinghorster Straße (B 235) / Klöcknerstraße entstehen. Das Grundstück befindet sich im Eigentum des EUV Stadtbetriebs. Die Erschließung des Geländes wird parallel zum Neubau vorbereitet. Die künftige öffentliche Zufahrt soll über eine neue Straße vom Kreisverkehr an der Klöcknerstraße erfolgen.


Die derzeitige Hauptwache an der Frebergstraße wurde 1954 in Betrieb genommen und 1986 erweitert. Sie entspricht inzwischen in mehreren Bereichen nicht mehr den Anforderungen eines modernen Feuerwehr- und Rettungsdienstes. Unter anderem fehlen ausreichende Flächen für Fahrzeuge, Technik sowie Aus- und Fortbildung. Auch beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie bei Umkleide- und Sozialräumen besteht Verbesserungsbedarf.


Der Preis für Planung und Bau einschließlich der Bauzwischenfinanzierung liegt bei rund 65,5 Millionen Euro netto. Unter Berücksichtigung des zurzeit gültigen Mehrwertsteuersatzes werden die Ausgaben nach Baufertigstellung bei knapp 78 Millionen Euro brutto liegen. Entscheidend für den Vertrag ist der Nettopreis. Je nach Zinsstand zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung kann sich die Summe noch leicht verändern. Für das Projekt hat die Stadt bis zu 85,25 Millionen Euro eingeplant. Finanziert werden soll der Neubau hauptsächlich über einen Kommunalkredit.


Die Stadt hat Fördermittel für ein klimafreundliches Nichtwohngebäude beantragt. Bei einer Zusage können bis zu 1 Million Euro eingeworben werden. Über die Rettungsdienstgebühren werden weitere Teile der Aufwendungen langfristig refinanziert. Der Zuschlag wird erteilt, sobald der Fördermittelbescheid eingetroffen ist.


Anschließend beginnt die Planungs- und Bauphase. Nach der derzeitigen Zeitschiene soll die neue Feuer- und Rettungswache bis Ende Juli 2029 fertiggestellt sein und im Oktober 2029 ihren Betrieb aufnehmen.


In dem Neubau werden die hauptberuflichen Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes sowie der Löschzug 3 Habinghorst der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht. Die vorgesehene Nutzfläche beträgt rund 9.980 Quadratmeter. Der Neubau soll mindestens den Energieeffizienzstandard 40 erreichen und nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude „QNG Plus“ zertifiziert werden.


Newsletter abonnieren - lokal & zuverlässig

Unser kostenloser Newsletter hält Sie täglich über die wichtigsten Nachrichten aus Castrop-Rauxel auf dem Laufenden - direkt ins E-Mail-Postfach.

Jetzt Newsletter abonnieren

  • Quelle(n):

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.