22. Juli 2026
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Hirschkäfer bei der Paarung | Bild: Heike Kalfhues

Bioblitz 2026: Insekten fotografieren und melden

Kreis Recklinghausen und Biologische Station rufen zur Teilnahme an der „Arten-Olympiade 2026“ auf

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Der Kreis Recklinghausen und die Biologische Station Kreis Recklinghausen rufen Naturinteressierte dazu auf, Insekten zu fotografieren und ihre Beobachtungen zu melden. Der Juli gilt als besonders geeigneter Zeitpunkt, um die Vielfalt der Insekten zu beobachten, da Heuschrecken, Schmetterlinge, Fliegen, Bienen und Zikaden in dieser Jahreszeit zahlreich anzutreffen sind.


Hintergrund des Aufrufs ist der drastische Rückgang der Insektenvielfalt in den vergangenen Jahrzehnten. Als Ursachen werden unter anderem der Verlust und die Verinselung von Lebensräumen, die Strukturverarmung der Landschaft sowie der Einsatz von Pestiziden genannt. Durch die Teilnahme am Wettbewerb und das Melden von Insektenbeobachtungen können Naturinteressierte laut Mitteilung zur Erforschung der Insekten beitragen, da die gesammelten Daten in Wissenschaft und Naturschutz einfließen.


Die Biologische Station und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen kooperieren bei dieser Aktion mit dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe sowie der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und regionalen Partnern. Menschen im Kreis sind aufgerufen, ihre Naturbeobachtungen bei Observation.org oder über die App ObsIdentify zu melden. Im Rahmen des Wettbewerbs „Arten-Olympiade 2026“ können fotografische Beobachtungen über die App hochgeladen werden. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen, die Aktion läuft über das gesamte Jahr.


Insekten gelten als artenreichste Gruppe weltweit mit etwa einer Million beschriebener Arten. Sie besiedeln eine Vielzahl von Lebensräumen, wobei einige Arten hoch spezialisiert sind. Als Beispiel wird der Hirschkäfer genannt, Deutschlands größter Käfer, der durch sein markantes „Geweih“ bekannt ist und vor allem in Alt- und Totholzbeständen vorkommt. Der Hirschkäfer gilt aktuell als stark gefährdet.


Der Mitteilung zufolge übernehmen viele Insekten wichtige Funktionen im Ökosystem. Sie bestäuben Wild-, Kultur- und Ackerpflanzen, übernehmen Aufgaben bei der Zersetzung oder dienen anderen Tieren als Nahrungsgrundlage. Mit Hilfe der gesammelten Beobachtungsdaten sollen Verbreitungsmuster analysiert und nachhaltige Schutzmaßnahmen entwickelt werden können.


Informationen zum Projekt „Arten-Olympiade 2026“ stehen auf der Website arten-olympiade.lwl.org bereit. Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify, Interessierte können die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene unter observation.org einsehen.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.