14. Mai 2026
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Die Emscherbrücke an der Wartburgstraße ist rund 115 Jahre alt. Eine Sanierung im Bestand sei nicht möglich. Daher ist ein Neubau geplant. | Bild: Nina Möhlmeier

IGA 2027 und Großbaustelle: „Grundlegende Verschiebung der Baumaßnahme nicht realisierbar“

Ziel: "Einschränkungen für alle so gering wie möglich halten"

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Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA) und Brückenneubau: Das verträgt sich nicht, so die Meinung vieler Castrop-Rauxeler. Der geplante Neubau der Emscherbrücke an der Wartburgstraße, der damit verbundene Ausbau der Straße zwischen Heerstraße und Freiheitstraße sowie die Teilsperrung der Wartburgstraße fallen genau in die Zeit, in der die IGA nach Castrop-Rauxel kommt. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober soll die Wartburgstraße zur Großbaustelle werden. Die Bauzeit wird mit rund 15 Monaten angegeben. Die IGA findet vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 statt, und das an die Wartburgstraße angrenzende Emscherland ist einer von insgesamt fünf Zukunftsgärten der IGA (CASNews berichtete).


Der Kreis Recklinghausen sowie Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) hatten betont, dass eine Verschiebung der Maßnahme nicht angedacht sei. Ist die Tür diesbezüglich wirklich geschlossen? Und wie bewertet die IGA die Situation? „Die IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH ist über die geplanten Bauabläufe informiert worden und hat im Zuge dessen auf mögliche Herausforderungen hingewiesen“, sagt Jascha Habeck, verantwortlich für die Presse- und Medienkommunikation der IGA 2027. Grundsätzlich liege die Abstimmung zur Maßnahme jedoch bei den beteiligten Kommunen, dem Kreis Recklinghausen sowie der Emschergenossenschaft. „Wir gehen davon aus, dass die Verantwortlichen die Auswirkungen auf Verkehr und Erreichbarkeit im Blick haben und entsprechende Lösungen begleiten werden“, so Habeck.


Die Stadtverwaltung teilt nun mit, dass die Emschergenossenschaft, der Kreis Recklinghausen und die Stadt Castrop-Rauxel Anfang dieser Woche verschiedene Vorschläge zur Wegeführung während der Bauphase beraten hätten. Grundlage dafür seien Anregungen aus der Bürgerinformationsveranstaltung im April sowie aus Sitzungen der politischen Ausschüsse von Kreis und Stadt in den vergangenen Wochen gewesen.


Im Mittelpunkt der Gespräche hätten insbesondere Ideen gestanden, wie Fußgänger und Radfahrende die Brücke „Sprung über die Emscher“ sowie den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ während der Bauarbeiten möglichst schnell und unkompliziert erreichen könnten. Die eingebrachten Vorschläge würden nun gemeinsam mit allen Beteiligten weiter geprüft und für die nächste Ausschusssitzung vorbereitet. Es sei deutlich geworden, dass eine grundlegende Verschiebung der Baumaßnahme nicht realisierbar sei.


Hintergrund sei die zeitliche Überschneidung des Brückenneubaus mit weiteren laufenden Infrastrukturmaßnahmen sowie mit der Internationalen Gartenausstellung 2027 Ruhrgebiet. „Ursprünglich war vorgesehen, die neue Brücke rechtzeitig zum Beginn der IGA im Frühjahr 2027 fertigzustellen“, heißt es aus dem Rathaus. Das Projekt könne auch nicht auf das Jahr 2028 verschoben werden, da mehrere Bauprojekte aufeinander aufbauten bzw. bezüglich möglicher Umleitungen voneinander abhängig seien. Dazu gehörten unter anderem der Brückenbau am Westring sowie Sanierungsarbeiten an mehreren Bahn-Brücken.


Ziel aller Beteiligten sei es, die Einschränkungen während der Bauzeit für alle Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig für alle Besucher den Zugang zum Emscherland und zur IGA sicherzustellen.


Bereits vor der Mitteilung der Stadtverwaltung hatte CASNews eine Anfrage an den Kreis Recklinghausen gestellt. Wir wollten wissen, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden sollen, um ein Verkehrschaos – auch auf der bereits schon jetzt sehr stark frequentierten B235 – zu vermeiden. Eine Antwort steht noch aus.


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Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin