Bündnis will Bebauung des Erinplatzes verhindern
Vereine, Parteien und Bürger schließen sich zusammen – Erstes öffentliches Picknick als Auftakt weiterer Aktionen
- 07.07.2026 um 15:28
- Castrop-Rauxel
Gegen die geplante Bebauung des ehemaligen Friedhofsgeländes am Erinplatz hat sich in Castrop-Rauxel ein breites Bündnis zusammengeschlossen. Nach Angaben der Initiatoren gehören dem Zusammenschluss Vereine, politische Parteien, Verbände, die Bürgerinitiative Erinplatz sowie engagierte Bürger an.
Beteiligt sind nach eigenen Angaben die Bürgerinitiative Erinplatz, der BUND, das Klimabündnis Castrop-Rauxel, der Verein „Rettet die Alte Eiche e.V.“ sowie die Parteien Die Linke, BSW und Bündnis 90/Die Grünen.
Das gemeinsame Ziel des Bündnisses ist es, die Bebauung des ehemaligen Friedhofes zu verhindern und den Erinplatz in seiner bisherigen Form zu erhalten. Nach Auffassung der Beteiligten erfüllt die Fläche wichtige Funktionen als Schattenoase, Naherholungsbereich und Grünfläche. Darüber hinaus verweist das Bündnis auf den teilweise alten Baumbestand sowie auf bestehende Ausgleichspflanzungen.
Als erste gemeinsame Aktion veranstaltete das Bündnis am Sonntag (5. Juli) ein öffentliches Picknick auf dem Erinplatz. Nach Angaben der Initiatoren soll dies den Auftakt für weitere Aktivitäten bilden.
Darüber hinaus kündigt das Bündnis an, das Gespräch mit den beteiligten Akteuren suchen zu wollen. Geplant seien Kontakte unter anderem zur Kirchengemeinde und zur Stadtverwaltung, um über die Zukunft des Geländes ins Gespräch zu kommen.
Weitere Aktionen seien bereits in Vorbereitung. Ziel bleibe es, möglichst viele Bürger für den Erhalt des Erinplatzes zu gewinnen und die geplante Bebauung zu verhindern.
Ergänzung vom 7. Juli: Nach Veröffentlichung des Artikels hat sich Wolfgang Schlabach im Namen des Bündnisses mit einer Klarstellung an die Redaktion gewandt. Demnach sei die AfD ausdrücklich nicht Teil des Bündnisses. Die Partei sei weder zur Gründung des Bündnisses noch zum öffentlichen Picknick eingeladen worden und habe sich nach Darstellung des Bündnisses eigenständig zu der Veranstaltung begeben. Das Bündnis betont zudem, dass es sich demokratischen Werten verpflichtet sehe und eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließe.
[Redaktioneller Hinweis: Das ursprünglich verwendete Titelbild wurde ausgetauscht, da darauf auch Personen aus dem Umfeld der AfD zu sehen waren und dadurch der unzutreffende Eindruck entstehen konnte, die Partei gehöre dem Bündnis an.]
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
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