Rätsel um Tresor in Schlossgräfte teilweise gelöst
Tresor stammt aus Einbruch in Recklinghausen
- 08.07.2026 um 06:53
- Castrop-Rauxel
Ein ungewöhnlicher Fund an Schloss Bladenhorst sorgte am 24. Mai für einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Bei Reinigungsarbeiten an der historischen Wasserburg hatte man einen Waffenschrank und zwei Tresore in der Gräfte entdeckt. Die Feuerwehr unterstützte die Polizei bei der Bergung der Gegenstände. Einer der Tresore konnte mittlerweile zugeordnet werden: Er stammt aus einem Wohnungseinbruch in Recklinghausen.
Der Einbruch wurde am 19. Juni vergangenen Jahres begangen. In der damaligen Pressemitteilung der Polizei hieß es: „Unbekannte Täter nahmen bei einem Einbruch einen Safe mit Bargeld und einer Münzsammlung als Beute mit. Zu dem Einbruch kam es am Donnerstag zwischen 14 Uhr und 20 Uhr an der Hohenzollernstraße. Über die Wohnungseingangstür brachen sie in die Erdgeschosswohnung ein. Hinweise auf die Täter (…) liegen nicht vor.“
Zwischen Einbruch und Tresorfund liegt damit knapp ein Jahr. „Dass Diebesgut im Wasser entsorgt wird, kommt vor“, weiß Polizeisprecher Andreas Lesch. Es sei jedoch unklar, wann genau die Tresore und der Waffenschrank in die Gräfte gelangt seien.
Aufgrund von Ausweisdokumenten, die sich in einem der Tresore befanden, konnte dieser dem Wohnungseinbruch in Recklinghausen zugeordnet werden. „Bei dem zweiten Tresor und dem Waffenschrank wissen wir bisher nicht, wo sie hingehören“, so Lesch. Die Ermittlungen dauern an.
Häufig handele es sich bei im Wasser gefundenen Gegenständen um Zufallsfunde, die beispielsweise bei Reinigungsarbeiten gemacht würden, so Andreas Lesch. Es komme unter anderem vor, dass gestohlene Fahrräder von einer Brücke in den Kanal geworfen würden oder Tresore im Kanal auftauchten. Oder wie im vorliegenden Fall in der Gräfte von Schloss Bladenhorst…
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- Quelle(n):
Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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