Neue Ampelanlagen am Altstadtring verbessern Sicherheit im Radverkehr
Am Altstadtring ermöglichen zwei neue Ampelanlagen erstmals in Castrop-Rauxel das indirekte Linksabbiegen für Radfahrende
- 05.09.2026 um 07:29
- Castrop-Rauxel
An zwei Kreuzungen des Altstadtrings sind im Zuge des Umbaus neue Ampelanlagen entstanden, die erstmals in Castrop-Rauxel das indirekte Linksabbiegen für Radfahrende ermöglichen. Betroffen sind die Kreuzungen Altstadtring/Widumer Straße/Erinstraße sowie Altstadtring/Bochumer Straße/Karlstraße. Dort wurden besondere Aufstellflächen und eigene Fahrradsignale eingerichtet.
Das indirekte Linksabbiegen bietet Radfahrenden eine sichere Alternative zum direkten Einordnen auf der Fahrbahn. Wer links abbiegen möchte, fährt zunächst geradeaus über die Kreuzung und stellt sich anschließend in einem dafür vorgesehenen Aufstellbereich quer zur ursprünglichen Fahrtrichtung auf. Zeigt das eigene Fahrradsignal Grün, kann die querende Straße sicher überquert werden.
Radfahrende müssen sich dadurch nicht mehr zwischen geradeausfahrenden und abbiegenden Kraftfahrzeugen einordnen, sondern können den Abbiegevorgang übersichtlich in zwei Schritten durchführen. Durch die eigenen Ampelsignale wird die Führung des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr getrennt. Zusätzlich befinden sich die Aufstellbereiche teilweise vor den wartenden Kraftfahrzeugen, wodurch Radfahrende frühzeitig sichtbar werden.
Für die neue Verkehrsführung gilt folgender Ablauf: Zunächst fahren Radfahrende geradeaus über die erste Signalquerung. Anschließend warten sie im markierten Aufstellbereich neben beziehungsweise vor der Haltelinie und beachten das eigene Fahrradsignal. Zeigt dieses Grün, überqueren sie die Straße in der neuen Fahrtrichtung.
Diese Lösung eignet sich laut Stadtverwaltung insbesondere an stark belasteten Kreuzungen und kann dazu beitragen, Konflikte mit dem Kraftfahrzeugverkehr zu vermeiden. Die Stadtverwaltung bittet Radfahrende, an den Kreuzungen auf die Markierungen und die jeweiligen Fahrradsignale zu achten.
Die neue Verkehrsführung ist Teil der Modernisierung des Altstadtrings. Im ersten Bauabschnitt zwischen Bochumer Straße und Herner Straße hat die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr den mehrspurigen Altstadtring umgebaut. Die Fahrbahndecke wurde auf dem gesamten Abschnitt erneuert, ebenso wie auf dem Teilstück der Bochumer Straße zwischen Altstadtring und Viktoriastraße. Zusätzlich wurden die Ampelanlagen modernisiert und einzelne Verkehrsinseln angepasst. Die Kreuzungsbereiche erhielten zudem taktile Elemente, die Menschen mit visuellen Beeinträchtigungen die gefahrlose und selbstständige Nutzung der Infrastruktur ermöglichen.
Der motorisierte Verkehr kann den Altstadtring auf diesem Abschnitt einspurig in jede Fahrtrichtung nutzen. Für den Radverkehr entstand in beide Fahrtrichtungen ein gesicherter Radweg.
Die Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf dem umgebauten und sanierten Abschnitt des Altstadtrings sind abgeschlossen. Auf diesem Abschnitt mit neuer Asphaltdecke gilt wieder die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Auf dem noch nicht umgebauten Abschnitt des Altstadtrings gilt weiterhin Tempo 30.
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
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