„Der Sheriff von Castrop“ ist da: Neuer Kriminalroman spielt mitten in Castrop-Rauxel
Nils Bettinger veröffentlicht „Die Akte Vosskamp“ – reale Schauplätze, viel Lokalkolorit und ein Ermittler mit Ruhrgebiets-Wurzeln
- 04.09.2026 um 16:32
- Castrop-Rauxel
Ein Toter an der Europahalle, ein Polizist mit einem unguten Gefühl und eine Stadt, in der vieles bekannt vorkommt: Mit „Der Sheriff von Castrop – Die Akte Vosskamp“ ist jetzt ein neuer Kriminalroman erschienen, dessen Handlung fest in Castrop-Rauxel verwurzelt ist. Autor ist CASNews-Herausgeber Nils Bettinger. Das Buch kostet 10 Euro und ist ab sofort erhältlich.
Die Idee zum „Sheriff von Castrop“ ist dabei wesentlich älter als der Roman selbst. „Der Begriff begleitet mich tatsächlich schon seit Jahrzehnten“, sagt Bettinger. In Castrop-Rauxel habe es früher einen Polizisten gegeben, über den in seinem Umfeld genau so gesprochen worden sei. Der Ausdruck blieb hängen – und damit irgendwann auch die Vorstellung, daraus eine Romanfigur zu entwickeln.
Aus dieser alten Idee wurde schließlich Olli Malinowski, der Ermittler im neuen Castrop-Rauxel-Krimi. Ganz zufällig trägt er keinen Allerweltsnamen. Auch die reale Inspiration für den „Sheriff“ hatte familiäre Bezüge mit polnischen Wurzeln. Für Bettinger stand deshalb früh fest, dass sich dieser Ruhrgebiets-Einschlag auch im Namen der Romanfigur wiederfinden sollte. Der tatsächliche Name des früheren Polizisten wurde bewusst nicht übernommen.
Die Geschichte beginnt nach einem Neujahrsempfang: Martin Vosskamp liegt tot am Fuß der Treppe zur Europahalle. Zunächst spricht einiges für einen Unfall. Doch Olli Malinowski hat Zweifel. Gemeinsam mit Sarah Nowak beginnt er nachzuforschen – und bewegt sich dabei durch ein Castrop-Rauxel, das für einheimische Leser an vielen Stellen ausgesprochen vertraut wirken dürfte.
Genau dieser Wiedererkennungseffekt gehört zu den Besonderheiten des Romans. Die Europahalle spielt eine Rolle, Olli Malinowski lebt in Deininghausen und auch die Castroper Altstadt wird zum Schauplatz. Unter anderem kehren Figuren in der Kulisse ein. Weitere bekannte Orte und typische Eigenheiten der Stadt tauchen im Verlauf der Geschichte auf.
Daneben gibt es bewusst auch fiktive Schauplätze und Unternehmen. Bettinger wollte den lokalen Charakter möglichst deutlich erhalten, gleichzeitig aber keine realen Firmen oder Personen in erfundene Vorgänge hineinziehen. Wer Castrop-Rauxel kennt, wird deshalb immer wieder Bekanntes entdecken – ohne dass jedes Geschäft und jeder Handlungsort tatsächlich existiert.
Dass ihm der lokale Blick vergleichsweise leichtfällt, überrascht wenig. Bettinger lebt mit kurzen Unterbrechungen seit seinem fünften Lebensjahr in Castrop-Rauxel, wuchs in Ickern-End auf und wohnt heute in der Altstadt. Durch seine langjährige Tätigkeit in der Lokalpolitik und seine Arbeit rund um CASNews ist er zudem regelmäßig in nahezu allen Stadtteilen unterwegs.
„Da steckt schon eine ganze Menge von mir drin“, sagt Bettinger über das Buch. Gemeint ist damit weniger eine autobiografische Geschichte als vielmehr die Kenntnis der Stadt, ihrer Orte und ihrer Eigenheiten. Trotzdem sollte kein Roman entstehen, den nur Castroper verstehen können. „Das Buch soll auch über die Stadtgrenzen hinaus funktionieren. Aber wer Castrop-Rauxel kennt, wird an vielen Stellen etwas wiedererkennen.“
Stilistisch ist „Der Sheriff von Castrop“ kein düsterer Thriller. Die Geschichte ist als leichter, humorvoller Kriminalroman angelegt, bei dem neben dem eigentlichen Fall auch Figuren, Dialoge und Lokalkolorit eine wichtige Rolle spielen. Damit richtet sich das Buch sowohl an Krimileser als auch an Menschen, die einfach einmal erleben möchten, wie sich ihre eigene Stadt als Schauplatz eines Romans macht.
Bevor die endgültige Fassung in den Druck ging, wurde der Roman von zwei erfahrenen Krimileserinnen getestet. Deren Aufgabe bestand ausdrücklich nicht darin, freundlich über das Manuskript hinwegzulesen. Tatsächlich wurden noch Unstimmigkeiten und Logikfragen entdeckt, die anschließend überarbeitet wurden.
Gerade dieses Feedback sei für die Entscheidung zur Veröffentlichung wichtig gewesen, berichtet Bettinger. Nach der Arbeit am eigenen Text verliere man irgendwann den neutralen Blick darauf. Die beiden Testleserinnen hätten ihm schließlich bestätigt, dass die Geschichte für sie auch im Vergleich mit anderen Kriminalromanen funktioniere und sich rund lese. Das habe letztlich den Ausschlag gegeben, das Buch nicht nur als privates Projekt fertigzustellen, sondern tatsächlich zu veröffentlichen.
Das gedruckte Ergebnis nun erstmals selbst in der Hand zu halten, sei deshalb ein besonderer Moment gewesen. „Das ist schon ein schönes Gefühl, weil damit viele Bemühungen und viel Arbeit abgeschlossen sind“, sagt Bettinger. Und fügt hinzu: „Ich war auch ein bisschen stolz auf mich.“
Mit der „Akte Vosskamp“ muss die Geschichte des „Sheriff von Castrop“ allerdings nicht beendet sein. Die Figur ist von Beginn an so angelegt, dass daraus eine Reihe entstehen kann. Ideen für einen zweiten Band seien bereits skizziert. Ob und wann Olli Malinowski erneut in Castrop-Rauxel ermittelt, soll nun auch davon abhängen, wie der erste Roman bei den Lesern ankommt.
Der Roman erscheint als Softcover im Format A5. Die erste Auflage umfasst zunächst 100 Exemplare. Der gebundene Verkaufspreis beträgt bewusst niedrige 10 Euro. Das Buch trägt die ISBN 978-3-00-088464-1 und wird von der CASNews Media UG herausgegeben.
Wer den „Sheriff von Castrop“ direkt kennenlernen möchte, hat dazu schon am morgigen Samstag Gelegenheit: Bei der CASTROPIADE auf dem Castroper Marktplatz ist das Buch am CASNews-Stand erhältlich. Darüber hinaus gibt es den Roman ab sofort auch bei der Buchhandlung Leselust in der Castroper Innenstadt.
Online kann „Der Sheriff von Castrop – Die Akte Vosskamp“ über dersheriff.de bestellt werden.
Die Stückzahl der ersten Lieferung ist aktuell begrenzt. Sollte die erste Auflage kurzfristig vergriffen sein, ist allerdings bereits vorgesehen, unmittelbar nachzudrucken. In diesem Fall ist nach aktuellem Stand mit ungefähr einer Woche zusätzlicher Lieferzeit zu rechnen. Wer sein Exemplar ohne Wartezeit haben möchte, kann damit zunächst auf die vorhandenen Bücher zurückgreifen.
Die Einnahmen aus dem Verkauf des Romans kommen übrigens dem Betrieb von CASNews zugute. Mit dem Buchprojekt soll damit zugleich die Finanzierung des lokalen Nachrichtenangebots unterstützt werden, das weiterhin kostenlos zugänglich bleibt.
Hinweis in eigener Sache: Autor Nils Bettinger ist Geschäftsführer der CASNews Media UG (haftungsbeschränkt), die CASNews betreibt und „Der Sheriff von Castrop – Die Akte Vosskamp“ herausgibt.
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
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