Mittwoch, 28. Oktober 2026
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Andreas Knieper prägte über Jahrzehnte das musikalische und gesellschaftliche Leben in Castrop-Rauxel | Bild: privat

Musiker und ehrenamtlicher Helfer: Andreas Knieper mit 69 Jahren gestorben

Sundayclub-Gründungsmitglied prägte über Jahrzehnte das musikalische und gesellschaftliche Leben in Castrop-Rauxel

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Der Musiker Andreas Knieper ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Nach einem schweren Schlaganfall wurde er in einem Gelsenkirchener Krankenhaus behandelt. Mit ihm verliert Castrop-Rauxel einen Menschen, der das musikalische und gesellschaftliche Leben seiner Heimatstadt über Jahrzehnte mitgestaltet hat.


Vielen war Knieper als Sänger und Gründungsmitglied der Band Sundayclub bekannt, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern wollte. Seine musikalische Laufbahn begann früh: Mit 14 Jahren lernte er Gitarre, mit 15 gründete er seine erste Band „Blind Turkey“. Es folgten Stationen bei „Fragile“ und in verschiedenen Jazz-Rock-Projekten, bevor er 1986 Sundayclub mitgründete. Dort brachte er sich als Sänger, Gitarrist, Mundharmonikaspieler und Percussionist ein. Außerdem gehörte er der Gruppe KFW an.


In seinem eigenen Tonstudio arbeitete Knieper auch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Zuletzt engagierte er sich im Team des Kulturvereins „Musik aus Deutschland e.V.“, bekannt durch das Projekt „Deutsche Mugge“. Als Produzent und Komponist wirkte er an neuen Liedern mit und unterstützte die musikalische Jugendarbeit. Besonders jungen Sängerinnen, die erstmals vor einem Studiomikrofon standen, begegnete er mit Geduld und ermutigte sie, Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu entwickeln.


Beruflich war Knieper mit seinem IT- und Technikservice „IT-Rent“ lange selbstständig gewesen. Erst vor Kurzem hatte er sich aus dem Berufsleben zurückgezogen. Einen Teil seiner Zeit widmete er dem Ehrenamt: Er übernahm Fahrdienste für Senioren und sorgte mit seiner Gitarre für musikalische Abwechslung in Pflegeeinrichtungen.


Gemeinsam mit seiner Frau Ilona half er zudem über viele Jahre bei der Planung und Durchführung der Weihnachtsfeier im Wichernhaus. Das Angebot an Heiligabend richtet sich an Menschen mit geringem Einkommen und an diejenigen, die den Abend sonst allein verbringen würden. Auch in seiner Gemeinde war Knieper engagiert.


Sein Leben war zugleich von schweren persönlichen Belastungen geprägt. Neben wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen musste er vor knapp 20 Jahren den gewaltsamen Tod eines seiner Söhne verkraften. Freunde und Weggefährten erinnern sich an einen Menschen, der trotz dieser Erfahrungen anderen mit Freundlichkeit, Humor und Hilfsbereitschaft begegnete.


Andreas Knieper hinterlässt seine Frau Ilona und seine Söhne. Seine Familie, die Mitglieder von Sundayclub und KFW sowie zahlreiche Freunde und Weggefährten trauern um einen vielseitigen Musiker und verlässlichen Mitstreiter. In Erinnerung bleiben neben seiner Musik vor allem seine Geduld und seine Bereitschaft, sich Zeit für andere zu nehmen.


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