24. Juni 2026
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Hier ein Projektgruppenbild aus dem vorangegangenen Projekt im 1. Schulhalbjahr | Bild: CAS-TV Bürgerfernsehen e.V.

WBG-Schüler feiern Premiere ihres selbst produzierten Abschlussfilms

Medienkurs der Willy-Brandt-Gesamtschule präsentiert kreative Filmprojekte

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Zum Ende des Schuljahres 2025/26 luden das Bürgerfernsehen CAS TV und die Willy-Brandt-Gesamtschule zu einer besonderen Filmpremiere ein. Dabei präsentierten die Schüler des Medienkurses ihre selbst produzierten Kurzfilme, die im Laufe des zweiten Schulhalbjahres entstanden waren. Obwohl die Schule für diesen Tag bereits ab mittags Hitzefrei ausgerufen hatte, ließen es sich die Jugendlichen nicht nehmen, bei der Premiere ihrer Arbeit persönlich dabei zu sein.


Bereits im Januar hatte die Zusammenarbeit zwischen Schule und Bürgerfernsehen für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals produzierten Neunt- und Zehntklässler unter Anleitung des CAS-TV-Teams einen Film zum Thema „Wiedereinführung der Wehrpflicht“. Als Gesprächspartnerin war eine Jugendoffizierin der Bundeswehr zu Gast, die sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellte. CASNews berichtete damals ausführlich über das Projekt: Medienpraxis trifft Zeitgeschehen: Schüler produzieren Talkshow zur Wehrpflicht. Der Beitrag wurde später auf dem Lernsender NRWision ausgestrahlt, erreichte dort die Top Ten der meistgesehenen Sendungen und erhielt positive Bewertungen der Fachjury.


Im zweiten Schulhalbjahr arbeiteten die Jugendlichen dann weitgehend eigenständig. Sie konnten ihre Themen frei wählen und diese filmisch umsetzen. Entstanden sind mehrere zehn- bis zwanzigminütige Kurzfilme, die schließlich zu einem gemeinsamen Abschlussfilm zusammengefügt wurden.


Die Moderation übernahm der 15-jährige Tyler. Ganz am Ende der Vorführung präsentierte er auch seinen eigenen Beitrag. Darin beschäftigte er sich mit Bussen und dem Beruf des Busfahrers. Die Themenwahl hatte einen persönlichen Hintergrund: Nach dem Abitur möchte Tyler selbst eine Ausbildung zum Busfahrer absolvieren und später im Linien- oder Reiseverkehr arbeiten. Für seinen Film erhielt er die Gelegenheit, beim Herner Busunternehmen Graf Reisen mit einem Fahrer zu sprechen und einen Bus aus nächster Nähe kennenzulernen.


Einen anderen Schwerpunkt setzte Mahmoud (15). Der aus Syrien stammende Schüler widmete seinen Beitrag dem Erin-Park und beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte seiner neuen Heimatstadt Castrop-Rauxel. Mit Drohnenaufnahmen, historischen Fotografien und aktuellen Bildern zeichnete er die Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes nach. Mahmoud war zudem sowohl beim Bundeswehr-Film als auch beim Abschlussfilm für Regie und Schnitt verantwortlich.


Musikalisch wurde es bei Alessandro (15). Sein Film beschäftigte sich mit Hardstyle, einer Spielart elektronischer Musik. Neben der Musik stellte er auch die dazugehörige Tanzkultur vor und präsentierte passende Kleidung. Wie ein Tanzlehrer führte er den Zuschauern verschiedene Tanzschritte zunächst langsam und später im richtigen Takt zur Musik vor.


Mit einer ganz anderen Leidenschaft überraschte Dean (17) das Publikum. Er widmete seinen Beitrag der Schallplatte und nahm die Zuschauer mit in seine persönliche Musikwelt. Als Sammler stellte er verschiedene Exemplare vor, erklärte deren Handhabung und verglich das Hörerlebnis mit der Compact Disc. Für ihn bietet Musik auf physischen Tonträgern ein besonderes Erlebnis, das sich deutlich vom Musikhören per Smartphone unterscheidet.


Nach der Vorführung standen die Schülerinnen und Schüler sowohl Vertretern der Schulleitung als auch der Presse für Fragen zur Verfügung. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Projekte entstanden waren. Einige Jugendliche übernahmen sämtliche Aufgaben von der Kameraarbeit über den Ton bis hin zum Schnitt selbst, während andere sich Unterstützung von Freunden oder Familienmitgliedern holten.


Die Vielfalt der Themen beeindruckte ebenso wie das Engagement der Jugendlichen. „Wir können hier wohl mit gutem Gewissen herausstellen, dass der Vorwurf, die junge Generation interessiere sich für nichts mehr, komplett haltlos ist und nicht stimmt“, sagte Teamleiter Christian Reder.


Auch sein Kollege Jochen Affeldt zog eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern sei während des gesamten Schuljahres äußerst entspannt und produktiv gewesen. Gleichzeitig bedauerten beide, dass Lehrerin Serife Katal die Willy-Brandt-Gesamtschule zum Ende des Schuljahres verlassen wird. Lehrerin Kathi Kayser bleibt dem Projekt hingegen erhalten und wird die Zusammenarbeit mit CAS TV auch im kommenden Schuljahr fortsetzen.


Zum Abschluss bedankten sich die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit beim Team von CAS TV. „Dass das Schuljahr schon wieder vorbei ist, ist richtig schade“, sagte Christian Reder. Gleichzeitig blickten alle Beteiligten bereits nach vorne: Die Planungen für das kommende Schuljahr laufen bereits.


Auf die Frage, ob die Jugendlichen mit ihren Ergebnissen zufrieden seien, fiel die Antwort eindeutig aus. Die vergangenen Monate hätten allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Entsprechend empfahlen die Schüler den Kurs auch den kommenden Jahrgängen.


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