- Ein Bild aus vergangenen Jahren. "Volles Haus" beim Oldtimertreffen auf dem Hollandmarkt. | Bild: Harald Lattner
Oldtimer-Chef will Neuanfang
Nach Kritik am Hollandmarkt setzt Organisator Harald Lattner auf bessere Abstimmung statt Trennung
- 03.06.2026 um 11:35
- Castrop-Rauxel
Newsletter abonnieren - lokal & zuverlässig
Unser kostenloser Newsletter hält Sie täglich über die wichtigsten Nachrichten aus Castrop-Rauxel auf dem Laufenden - direkt ins E-Mail-Postfach.
Jetzt Newsletter abonnierenNach der Kritik mehrerer Oldtimerbesitzer an den Abläufen beim Hollandmarkt zeichnet sich eine Entspannung der Situation ab. Wie CASNews bereits berichtete, hatten Sicherheitsauflagen und Zufahrtsbeschränkungen bei einigen Teilnehmern für erheblichen Unmut gesorgt.
Nun hat sich Harald Lattner, Organisator des Oldtimer-Treffens, gegenüber CASNews zu den Ereignissen geäußert. Nach seiner Einschätzung sei die Situation vor allem durch ein Kommunikationsproblem zwischen den Beteiligten entstanden.
„Ich glaube, dass der Sicherheitsdienst noch nie so etwas hatte und gar nicht wusste, wie man so etwas anstellt“, sagt Lattner. Er sei davon ausgegangen, dass Fahrzeugbewegungen während der Veranstaltung ähnlich geregelt würden wie bei anderen Oldtimer-Treffen in Innenstädten – etwa durch langsame Fahrwege mit Absperrungen und Begleitung.
Besonders leid tue ihm, dass einige Teilnehmer trotz teilweise weiter Anreise nicht mehr auf das Veranstaltungsgelände fahren konnten. Nach Angaben von Lattner kamen manche Oldtimerbesitzer aus dem Sauerland oder dem Raum Düsseldorf und mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen.
Für zusätzlichen Ärger sorgte die Regelung, dass Fahrzeuge während des laufenden Veranstaltungsbetriebs das Gelände zeitweise nicht verlassen sollten. Diese Vorgabe habe bei vielen Teilnehmern Unverständnis ausgelöst und letztlich zu den Beschwerden geführt.
Lattner betont jedoch, dass er die Zusammenarbeit mit dem Hollandmarkt und dem Forum Castrop-Rauxel grundsätzlich fortsetzen möchte. Unmittelbar nach der Veranstaltung habe er zwar aus Enttäuschung erklärt, künftig lieber Veranstaltungen am Schloss Bladenhorst durchführen zu wollen. Inzwischen bewertet er die Situation jedoch differenzierter.
„Eigentlich war das immer eine gute Location mit dem Hollandmarkt zusammen“, sagt er. Deshalb hoffe er, gemeinsam mit den Verantwortlichen eine Lösung für kommende Veranstaltungen zu finden.
Aus seiner Sicht müsse vor allem das Sicherheitskonzept für Oldtimerfahrzeuge praxisnäher gestaltet werden. Ziel sei es, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und gleichzeitig die Teilnahme der Fahrzeuge zu ermöglichen.
Nach den vielen Rückmeldungen der vergangenen Tage habe sich die erste Aufregung inzwischen gelegt. „Wir sind Menschen aus dem Ruhrgebiet. Wir sind nicht nachtragend und wir können das meistern“, sagt Lattner.
Der Organisator setzt nun darauf, dass Veranstalter, Sicherheitsverantwortliche und Oldtimerfreunde die Erfahrungen des diesjährigen Hollandmarktes gemeinsam auswerten. Sein Wunsch: Dass die beliebte Oldtimer-Ausstellung auch künftig Teil der Veranstaltung bleibt – dann mit klareren Abläufen und weniger Missverständnissen.
Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
Aktuelle Artikel
Altstadt im Wandel entdecken
- 03.06.2026
Beratungscafé für Frauen
- 03.06.2026
Oldtimer-Frust beim Hollandmarkt
- 02.06.2026
"Ertrinkende rufen nicht!"
- 02.06.2026
Wetter
- Castrop-Rauxel
75%
4.82 km/h