02. Juni 2026
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Oldtimer-Frust beim Hollandmarkt

Teilnehmer kritisieren Zufahrtsregeln auf dem Forumsplatz – Veranstalter verweist auf verschärfte Sicherheitsvorgaben

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Der Hollandmarkt am Europaplatz lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher an. Für Diskussionen sorgte jedoch die Organisation des begleitenden Oldtimer-Treffens. Mehrere Teilnehmer kritisierten gegenüber CASNews die aus ihrer Sicht zu strengen Zufahrts- und Ausfahrtsregelungen auf dem Veranstaltungsgelände.


Ein Oldtimerbesitzer schilderte der Redaktion, dass er selbst gegen 10.30 Uhr noch problemlos auf das Gelände fahren konnte. Nach seiner Darstellung sei die Zufahrt später gesperrt worden, obwohl auf der Ausstellungsfläche aus seiner Sicht noch ausreichend Platz vorhanden gewesen sei. Weitere Oldtimerfahrer seien daraufhin abgewiesen worden.


Für zusätzlichen Unmut habe gesorgt, dass Fahrzeuge während der laufenden Veranstaltung zeitweise nicht ohne Weiteres vom Gelände fahren konnten. Mehrere Teilnehmer hätten dies kritisiert. Nach Angaben des Einsenders sei sogar die Polizei verständigt worden. Ob diese tatsächlich tätig werden musste, blieb zunächst unklar.


CASNews hat den Sachverhalt bei der Stadt Castrop-Rauxel und dem Veranstalter nachgefragt.


Wie die Stadt mitteilte, wurde der Hollandmarkt von der Forum Castrop-Rauxel Betriebs GmbH veranstaltet. Das Oldtimer-Treffen sei organisatorisch davon getrennt gewesen und von Harald Lattner koordiniert worden.


Nach Angaben der Stadt war bereits im Vorfeld kommuniziert worden, dass Oldtimerfahrzeuge nur bis 11 Uhr auf das Veranstaltungsgelände fahren dürfen. Mit Beginn des regulären Veranstaltungsbetriebs sei die Zufahrt aller Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen eingestellt worden.


Die Regelung habe dabei nichts mit der noch verfügbaren Platzkapazität zu tun gehabt. Maßgeblich seien vielmehr die Vorgaben des Sicherheitskonzepts gewesen. Dieses sah vor, dass Fahrzeugbewegungen während der Veranstaltung nur kontrolliert und unter Begleitung erfolgen dürfen.


Die Stadt verweist darauf, dass fahrende Fahrzeuge auf Veranstaltungsgeländen mit Besucherverkehr grundsätzlich ein erhöhtes Risiko darstellen. Ziel der Regelungen sei gewesen, Begegnungen zwischen Fahrzeugen und Besucherströmen zu vermeiden. Zudem würden an Veranstaltungen inzwischen regelmäßig Sperren und andere Schutzmaßnahmen eingesetzt, um Besucher vor möglichen Gefahren zu schützen.


Die Forum Castrop-Rauxel Betriebs GmbH erklärte gegenüber der Stadt, nach Rücksprache mit dem eingesetzten Sicherheitsdienst habe es in diesem Zusammenhang keinen Polizeieinsatz vor Ort gegeben.


Gleichzeitig zeigte der Veranstalter Verständnis für die Kritik einiger Teilnehmer. Man könne nachvollziehen, dass die Situation bei einzelnen Oldtimerfahrern zu Enttäuschung geführt habe. Die Sicherheitsanforderungen für öffentliche Veranstaltungen hätten sich jedoch in den vergangenen Jahren deutlich verschärft und müssten verantwortungsvoll umgesetzt werden.


Nach Angaben der Forum GmbH sei es nie das Ziel gewesen, Teilnehmer auszuschließen. Man habe versucht, im Rahmen der bestehenden Vorgaben Lösungen zu finden und gleichzeitig die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.


Die Erfahrungen aus diesem Jahr sollen nun in die Planung künftiger Veranstaltungen einfließen. Dabei wolle man prüfen, wie Abläufe und Kommunikation weiter verbessert werden können.


Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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