30. Juni 2026
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Per KI verfremdetes Bild des Hauptbahnhofes (Bild wurde in eine dunkle Nachtkulisse gesetzt) | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Grüne wollen Angsträume per Mängelmelder erfassen

Ratsfraktion schlägt neue Kategorie vor, damit Bürger unsichere Orte in Castrop-Rauxel melden können

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Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte den städtischen Mängelmelder erweitern. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger dort auch sogenannte „Angsträume und Unsicherheitsorte“ melden können.


Nach dem Willen der Grünen sollen auf diesem Weg beispielsweise schlecht beleuchtete Wege, Unterführungen, Bushaltestellen, Parkanlagen oder andere Orte gemeldet werden können, an denen sich Menschen unsicher fühlen. Die Hinweise sollen anschließend ausgewertet werden, um mögliche Verbesserungen anzustoßen.


Nach Angaben der Fraktion geht der Antrag auf ein Sicherheitsevent für Frauen zurück, das am 21. April stattgefunden hatte. Dort seien verschiedene Orte in Castrop-Rauxel benannt worden, an denen sich Menschen unwohl oder unsicher fühlen.


„Der Antrag ist ein direktes Ergebnis unseres Sicherheitsevents für Frauen am 21. April. Dort wurden konkrete Orte genannt, an denen sich Menschen in Castrop-Rauxel unsicher fühlen. Ich habe an diesem Abend zugesagt, dass wir an dem Thema dranbleiben und genau das tun wir jetzt“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uta Fendt.


Nach Auffassung der Grünen gehe es nicht darum, Aufgaben von Polizei oder Ordnungsbehörden zu übernehmen. Vielmehr solle ein kommunales Instrument geschaffen werden, mit dem Hinweise aus der Bevölkerung systematisch erfasst werden können. Daraus könnten beispielsweise eine bessere Beleuchtung, der Rückschnitt von Bewuchs, übersichtlichere Wegeführungen oder eine attraktivere Gestaltung öffentlicher Räume folgen.


„Wir brauchen eine einfache Möglichkeit, solche Orte zu melden, und eine verlässliche Auswertung, damit daraus gezielte Maßnahmen entstehen können. Sicherheit beginnt nicht erst bei Kriminalität. Auch das subjektive Sicherheitsgefühl entscheidet darüber, ob Menschen öffentliche Räume gerne nutzen oder bestimmte Wege meiden“, sagt Fraktionsvorsitzender Selim Korkutan.


Da die Stadt bereits über einen Mängelmelder verfügt, sehen die Grünen in der Erweiterung um eine zusätzliche Kategorie einen vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Schritt. Über den Antrag muss nun die Kommunalpolitik beraten und entscheiden.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.