Fortführung der Suchtberatung: Zwei interessierte Träger
Ziel: "Möglichst nahtloser Übergang"
- 15.06.2026 um 16:21
- Castrop-Rauxel
Wird es weiterhin eine Suchtberatung in Castrop-Rauxel geben? Diese Frage stellt sich, seit bekannt wurde, dass die Diakonie ihre Suchtberatung zum 1. Juli einstellt – sofern der Kreis Recklinghausen keine „auskömmliche Finanzierung“ sicherstelle, wie Jörg Kasbrink, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Herne, im März im Gespräch mit CASNews erklärt hatte. Erste Beigeordnete Regina Kleff hatte daraufhin betont, dass „eine Fortführung fachlich dringend erforderlich und vorgesehen“ sei. Aufgrund der Kündigung durch die Diakonie Herne sei ein Trägerwechsel in Betracht zu ziehen, hieß es weiter. Kleff verwies seinerzeit auf Gespräche mit dem Kreis Recklinghausen, die „nach Ostern“ stattfinden sollten. Nun ist Mitte Juni. CASNews fragte daher erneut beim Kreis Recklinghausen und der Stadtverwaltung nach.
„Es gibt zwei interessierte Träger, die die Suchtberatung übernehmen möchten. Wir befinden uns mit beiden Trägern seit Wochen in engem Austausch und sind aktuell in den letzten Zügen der Absprachen – natürlich mit dem Ziel, einen möglichst nahtlosen Übergang sicherzustellen“, sagt Kreissprecherin Lena Heimers.
Der Kreistag habe heute (15. Juni) beschlossen, dass zur Sicherstellung der Suchtberatung in Castrop-Rauxel einem neuen Träger für den Zeitraum ab dem 01.07.2026 "entsprechend der aktuellen Zuwendungsrichtlinie eine entsprechende Förderung" gewährt werde. „Damit ist die Finanzierung weiterhin gesichert und geklärt“, so Heimers.
Seit Jahrzehnten bietet die Diakonie am Biesenkamp in der Castroper Altstadt Suchtberatung an. Die Finanzierung war stets der zentrale Knackpunkt. Die Förderung reiche bei Weitem nicht aus und habe auch nie ausgereicht, hatte Jörg Kasbrink gegenüber CASNews betont. Die Eigenbeteiligung der Diakonie habe sich pro Jahr auf rund 40.000 Euro belaufen. Die Finanzierung lief im Wesentlichen über den Kreis Recklinghausen. Dieser förderte die Suchtberatungsstelle Castrop-Rauxel mit jährlich ca. 155.000 Euro. Der Anteil der Stadt Castrop-Rauxel betrug rund 6.200 Euro pro Jahr.
Kreissprecherin Lena Heimers wies seinerzeit darauf hin, dass bei Einführung der Förderung neben einer Mitfinanzierung durch das Land auch immer ein Eigenanteil des Trägers vorgesehen gewesen sei.
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- Quelle(n):
Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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