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CDU fordert mehr Vielfalt beim Schulessen und stärkere Elternbeteiligung

Antrag im Rat sieht Ergänzung des Caterings um Schweinefleischgerichte und umfangreichere Mitsprache vor

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Die CDU-Fraktion in Castrop-Rauxel will die Vielfalt bei der Mittagsverpflegung an den Schulen sicherstellen und Eltern künftig stärker in die Entscheidungsprozesse einbinden. Mit einem Antrag an den Stadtrat reagieren die Christdemokraten auf die anhaltende Diskussion um das Gelsenkirchener Unternehmen „Muttis Küche“, das ab dem kommenden Schuljahr alle weiterführenden Schulen der Stadt beliefert. Aufgrund des muslimischen Hintergrunds der Geschäftsführung werde kein Schweinefleisch angeboten – das soll nach den Vorstellungen der CDU künftig nicht mehr automatisch der Fall sein.


„Unser Ziel ist eine ausgewogene, gesunde und erschwingliche Schulverpflegung, die allen Schülerinnen und Schülern gerecht wird – unabhängig von Ernährungsweise oder Religion“, heißt es in der Begründung des Antrags. Eltern sollen künftig über ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Schulen intensiver beteiligt werden. Vorgesehen ist ein Austausch mit allen weiterführenden Schulen, um gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten. Gespräche innerhalb der Lehrerkollegien, mit Schülervertretungen und in Schulkonferenzen sowie Befragungen der Schülerschaft sind ausdrücklich erwünscht.


Konkret fordert die CDU die Verwaltung auf, Gespräche mit „Muttis Küche“ zu führen. Ziel sei, zusätzlich zu den gelieferten Gerichten auch Speisen mit Schweinefleisch in den jeweiligen Schulküchen zuzubereiten, sofern dies nachgefragt werde. Dies soll als Ergänzung und nicht als Ersatz erfolgen, um unterschiedliche Essgewohnheiten zu berücksichtigen.


Der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP, Thomas Thiel, unterstreicht die Bedeutung einer hochwertigen Schulverpflegung: „Schulessen ist mehr als nur satt werden. Es sollte Kinder und Jugendliche zu einem positiven, nachhaltigen Essverhalten führen und dabei ein Teil der Gesundheitsförderung sein.“ Er plädiert für mehr Obst und Gemüse, weniger Zucker und Fett sowie für eine möglichst umfangreiche Auswahl, auch für Kinder mit gesundheitlich oder religiös bedingten Essgewohnheiten. Zudem solle geprüft werden, ob ein kostenfreies oder einkommensabhängiges Angebot möglich ist, „denn Schulernährung darf kein Luxus sein“.


Der Antrag soll in der nächsten Sitzung des Betriebsausschusses 2 sowie im Stadtrat beraten werden. Die CDU betont, dass sie keinen Kulturkampf über Ernährungsweisen führen wolle, sondern auf einen vermittelnden Ansatz setze, der Vielfalt, Gesundheit und Bezahlbarkeit in den Vordergrund stellt.


Hintergrund: Die aktuelle Diskussion begleitet CASNews bereits seit einigen Tagen. Bisherige Berichterstattung:
Neuer Schulcaterer „Muttis Küche“: Halal-Konzept statt Hausmannskost
Kommentar zum Thema Catering an städtischen Schulen
FDP kritisiert Halal-Schulessen: Fragen zu Transparenz, Neutralität und Verfassungsmäßigkeit
Halalfleisch in Schulen: Zehn Tage bis zur klaren Antwort


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  • Quelle(n): CDU Castrop-Rauxel / redaktionell: CASNews

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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