04. März 2026
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"Was kommt denn noch?"

Benzin- und Dieselpreise steigen rasant: Das sagen Castrop-Rauxeler Autofahrer

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Die Eskalation im Nahen Osten lässt die Preise für Sprit und Heizöl in die Höhe schnellen. Die Ölpreise kletterten in den vergangenen Tagen so hoch wie seit Langem nicht mehr. Auch die Benzin- und Dieselpreise an den Zapfsäulen steigen rasant. Heute (4. März) stieg beispielsweise der Dieselpreis auf mehr als 2 Euro. Die Stimmung bei Castrop-Rauxeler Autofahrern schwankt zwischen Frust und Resignation.


„Es ist sehr frustrierend“, meint Jessica (45), als wir sie an der Zapfsäule antreffen. Sie habe heute tanken müssen, aber nicht vollgetankt. „Man hofft jetzt, dass man irgendwo vorbeifährt, wo man einen guten Preis erwischt. Was heißt gut, aber unter 2 Euro.“ Sie könne zur Arbeit laufen, aber ihr Sohn sei auf das Auto angewiesen. „Er ist in der Lehre. Und dann diese Preise!“


Milan (38) tankt Super. „Der Unterschied ist schon heftig“, sagt er. Er muss einen Arbeitsweg von 80 Kilometern zurücklegen. „Da machen sich die Preise schon bemerkbar!“


Für 1,949 Euro pro Liter betankt Büsra (30) ihr Auto am Nachmittag mit Diesel. „Ich habe zwei Kinder und bin aufs Auto angewiesen. Es wird immer schlimmer, aber die Löhne bleiben gleich. Man fragt sich: Was kommt denn noch?“


„Ich habe mir so etwas schon gedacht“, erklärt Anton (72). „Man kann es nicht ändern.“ Er habe vollgetankt, „weil der Preis wahrscheinlich wieder steigt“. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs kostete E10 1,859 Euro pro Liter.


„Was soll man machen?“, fragt Carmen (62). Auch sie hat E10 getankt – zum selben Kurs wie Anton, allerdings nur halb voll. „Das ist Geldmacherei! Aber man fügt sich.“ Auch sie ist aufs Auto angewiesen und hat einen Arbeitsweg von 50 Kilometern zurückzulegen.


Nils (39) ist indes mit einem E-Auto unterwegs. „Das ist im Moment gut“, meint er. „Aber wer weiß, wie lange der Strompreis so bleibt.“


  • Quelle(n): CASNews

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin