- Bild: privat
Palme verschwunden – Hielt sie jemand für Sperrmüll?
Zwei Meter hohe Palme an der Mühlenstraße verschwindet während Sperrmüll-Aktion
- 01.03.2026 um 14:27
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnieren„Ich habe erst auf den zweiten Blick bemerkt, dass etwas fehlt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt Hans-Josef Knust von der Eigentümer-Gemeinschaft Knust/Westholt. Seit 2014 stand die rund 130 Kilo schwere, zwei Meter hohe Palme vor dem Gebäude an der Mühlenstraße 1 – bis sie am Abend des 18. Januar im Zuge einer Sperrmüll-Aktion verschwand.
Er sei gegen 22 Uhr noch einmal vor Ort gewesen und habe den teils verstreut herumliegenden Sperrmüll wieder zusammengestellt, blickt Hans-Josef Knust zurück. Dabei sei ihm dann aufgefallen, dass die Palme nicht mehr an Ort und Stelle gestanden habe. Gegen 19 Uhr sei sie noch da gewesen, hat Knust von einem Mieter erfahren. „Vielleicht hat jemand gedacht, sie gehört zum Sperrmüll.“ Stand der Sperrmüll vielleicht zu nah an der Palme? Hätte man ihn mit einem Band abgrenzen sollen? Diese Fragen stellt sich die Eigentümer-Gemeinschaft im Nachhinein. „Aber hinterher ist man immer schlauer!“
Kommt es häufiger vor, dass Gegenstände, die nicht zum Sperrmüll gehören, mitgenommen werden? „Bis dato haben wir solche Hinweise nicht erhalten“, erklärt EUV-Sprecherin Sabine Latterner auf Anfrage. Die Anzahl der Castrop-Rauxeler Sperrmülltermine liege pro Jahr durchschnittlich bei 6.500.
Generell gelte: „Gemäß Kreislaufwirtschaft- und Abfallsatzung bleibt der bereitgestellte Sperrmüll bis zur Abholung in Verantwortung und Besitz des Auftraggebers. Sollten Gegenstände mitgenommen werden, stellt dies einen Diebstahl, beim bloßen ‚Durchwühlen‘ eine Ordnungswidrigkeit dar“, so Sabine Latterner.
Der EUV empfiehlt, „insbesondere bei sensiblen Gegenständen, diese zum spätmöglichsten Zeitpunkt bereitzustellen und gegebenenfalls bis zur Abholung anwesend zu sein. Ratsam ist es auch, den Sperrmüll möglichst gesammelt an einem separaten Platz bereitzustellen, abseits von Gegenständen, die eben nicht mitgenommen werden sollen.“
Es habe im Laufe der Jahre schon so viele Sperrmüll-Termine gegeben, sagt Hans-Josef Knust. Die Palme habe sie alle „schadlos“ überstanden. „2014 wurde sie – nach vorheriger Absprache mit der Stadt – aufgestellt. Wir wollten den Bereich verschönern. Zudem war es auch als ‚verkaufsfördernde‘ Maßnahme für das damalige Reisebüro gedacht. Dazu kam noch, dass die Fläche durch die dort stehende Palme nicht mehr als Abstellplatz für Autos genutzt werden konnte“, so Knust. Seitdem die Palme weg sei, werde die Fläche wieder als Parkplatz genutzt.
Ob die Eigentümer-Gemeinschaft in dem Areal noch einmal eine Palme aufstellt, ist unklar. Vielleicht taucht die verschwundene Palme ja auch wieder auf, wenn der „Mitnehmer“ erfährt, dass sie nicht Teil des Sperrmülls war…
Bildergalerie (4 Bilder)
- Quelle(n): CASNews
Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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