- Bild: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister
Bei Stromausfall in Castrop-Rauxel: Notrufe über Notfall-Infopunkte absetzen
Kreis Recklinghausen informiert über Vorsorge, Standorte und konkrete Abläufe im Ernstfall
- 07.01.2026 um 17:49
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenEin länger andauernder Stromausfall kann gravierende Auswirkungen haben – insbesondere dann, wenn auch Telefon- und Mobilfunknetze betroffen sind. Vor diesem Hintergrund weist der Kreis Recklinghausen darauf hin, dass Bürger in solchen Situationen auf sogenannte Notfall-Infopunkte (NIP) zurückgreifen können, um Hilfe anzufordern.
„Manchmal ist die Frage lebenswichtig, wie man Hilfe rufen kann, wenn der Strom über einen längeren Zeitraum ausfällt oder die Telefonnetze ausgefallen sind. Im Kreis Recklinghausen werden in solchen Fällen die Notfall-Infopunkte besetzt“, sagt Landrat Bodo Klimpel. „Im Januar 2019 haben der Kreis, die zehn kreisangehörigen Städte und die Polizei den Startschuss dafür gegeben.“
Kreisweit haben die Feuerwehren mehr als 80 Standorte festgelegt, an denen Notrufe persönlich abgegeben werden können. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und DLRG nehmen dort Informationen auf und leiten sie per Funk an die Leitstelle weiter. Von dort aus werden Rettungs- und Hilfsmaßnahmen wie gewohnt koordiniert.
Die Notfall-Infopunkte sind für die Bevölkerung gut erkennbar: Große rote Schilder mit weißer Aufschrift „Notfall-Infopunkt“ weisen auf die jeweiligen Standorte hin. Die Besetzung der NIP erfolgt auf Anweisung der Kreisleitstelle. Über die Aktivierung informiert der Kreis unter anderem über die Warn-App NINA.
Wie wichtig diese Notfallstruktur ist, zeigte sich bereits in Castrop-Rauxel bei einem früheren Telefon- und Notrufausfall. Damals wurden mehrere Notfall-Infopunkte durch die Feuerwehr besetzt, um die Erreichbarkeit der Rettungskräfte sicherzustellen. Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie hier: Telefon- und Notrufausfall in Castrop-Rauxel: Feuerwehr besetzt NIPs.
Informationen zu den Standorten der Notfall-Infopunkte sowie umfangreiche Hinweise zur Vorbereitung auf Stromausfälle stellt der Kreis Recklinghausen online zur Verfügung. Dort finden sich auch Empfehlungen, wie man sich nach einem Stromausfall verhält, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden.
Darüber hinaus appelliert der Kreis an die Bevölkerung, selbst Vorsorge zu treffen. Dazu gehört unter anderem, regelmäßig benötigte Medikamente rechtzeitig zu beschaffen sowie Vorräte an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln bereitzuhalten.
Weitere Informationen und Vorsorgetipps gibt es online unter www.kreis-re.de/notfallinfo. Dort ist auch Informationsmaterial des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verlinkt. Ergänzend steht der neue Selbstschutzguide des Landes NRW unter www.kreis-re.de/selbstschutzguide zur Verfügung.
- Quelle(n): Kreis Recklinghausen
Autor
Maren Giese
Redakteurin
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