Trauerhalle Henrichenburg: "Kein Zustand, der so bleiben kann!"
CDU möchte mit Antrag Signalwirkung erzielen
- 01.07.2026 um 19:05
- Castrop-Rauxel
Seit März 2025 ist die Trauerhalle auf dem Henrichenburger Friedhof nicht mehr nutzbar (CASNews berichtete mehrfach). Jetzt hat sich die CDU des Themas angenommen.
„Es ist kein Zustand, der so bleiben kann. Es muss etwas passieren“, sagt Jonas Ehm, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Henrichenburg. Man habe im Vorstand lange darüber diskutiert. Dass die Verantwortlichen Zeit bräuchten, um eine Lösung zu finden, sei nachvollziehbar. „Aber wenn sich dann gar nichts tut, ist das unangemessen. Es scheint also ein Signal aus der Politik geben zu müssen“, so Ehm.
Mit dem Antrag „Friedhofskapelle Henrichenburg“ möchten die Christdemokraten eine Signalwirkung erzielen. Er soll in den nächsten Sitzungen des Betriebsausschusses 1 (8. Juli), des EUV-Verwaltungsrates (15. Juli) und des Stadtrates (16. Juli) eingebracht werden.
Der Antrag zielt darauf ab, dass der städtische Arbeitskreis „Friedhöfe“ beauftragt wird, „über notwendige Maßnahmen und Möglichkeiten zur Nutzbarmachung und Zukunft der Friedhofskapelle in Henrichenburg zu beraten sowie entsprechende Beschlüsse vorzubereiten.“
Die Friedhofskapelle sowie die dazugehörige Toilettenanlage seien bereits vor längerer Zeit aufgrund festgestellter baulicher Mängel geschlossen und abgesperrt worden. „Friedhofsbesuchern steht lediglich eine provisorische Baustellentoilette zur Verfügung. Dieser Zustand stellt keine angemessene Lösung für einen Friedhof als Ort des Gedenkens, der Ruhe und der Trauerbewältigung dar“, so die CDU. Insbesondere ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Besucher, die sich über einen längeren Zeitraum auf dem Friedhof aufhielten, seien auf saubere, sichere und barrierearme Sanitäranlagen angewiesen.
Die Friedhofskapelle diene als würdiger Ort für Trauerfeiern, das stille Gedenken und den Abschied von Verstorbenen.
„Der Friedhof ist ein zentraler Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und wird regelmäßig von zahlreichen Bürgern besucht. Daher sollte die Verwaltung zeitnah die erforderlichen Maßnahmen einleiten, um die baulichen Mängel zu beseitigen und sowohl die Friedhofskapelle als auch die sanitären Einrichtungen wieder ihrer vorgesehenen Nutzung zuführen zu können. Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, die Einschränkungen schnellstmöglich zu beenden.“
Die Trauerhalle – samt provisorischer Toilette – befindet sich direkt am Haupteingang. „Es ist das erste Erscheinungsbild, das man vom Friedhof erhält – und es ist in diesem Bereich nicht gut. Aufgrund seiner Lage im Dorfkern hat der Friedhof eine gewisse Bedeutung, und eine ordentliche Trauerhalle gehört dazu!“, betont Jonas Ehm.
Die Stadtverwaltung müsse an dieser Stelle Abhilfe schaffen und den derzeitigen Zustand beseitigen. „Man könnte die Trauerhalle beispielsweise auch verpachten und vertraglich festhalten, dass sie auch künftig als Trauerhalle geführt wird“, meint Jonas Ehm.
Er selbst sei immer wieder von Bürgern angesprochen worden. Der Tenor: Warum tut sich dort nichts? So, wie er die Situation einschätze, sei es mit „ein paar Sanierungsarbeiten“ nicht getan. „Aber wir sind keine Fachleute. Hier ist die Verwaltung gefragt. Und die Politik muss dann darüber entscheiden!“
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- Quelle(n):
Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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