Dienstag, 03. November 2026
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Polizeiwache Erinpark | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Taschendiebstahl: Zivilfahnder beobachten Täterinnen auf frischer Tat

Zwei Frauen sollen einer 81-Jährigen in einem Modegeschäft die Geldbörse gestohlen haben. Die Bundespolizei verfolgte das Duo bereits seit dem Bahnhof.

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Zivile Bundespolizisten haben am Montagvormittag (2. November 2026) in der Castroper Innenstadt zwei mutmaßliche Taschendiebinnen auf frischer Tat beobachtet. Die 31 und 38 Jahre alten Frauen aus Gelsenkirchen sollen einer 81-jährigen Seniorin in einem Modegeschäft die Geldbörse aus der Handtasche gestohlen haben. Das Opfer bemerkte den Diebstahl zunächst nicht. Die Fahnder konnten die beiden Verdächtigen jedoch unmittelbar nach der Tat stellen.


Nach Angaben der Bundespolizei waren Beamte der Fahndungs-Ermittlungsgruppe Taschendiebstahl gegen 10:20 Uhr am Bahnhof Castrop-Rauxel auf die beiden Frauen aufmerksam geworden. Die Zivilfahnder beobachteten, wie das Duo zunächst an einer nahegelegenen Bushaltestelle wartende Fahrgäste und deren Taschen ins Visier nahm.


Anschließend stiegen die beiden Frauen in einen Bus und fuhren bis zum Münsterplatz. Dort suchten sie zunächst ein Modegeschäft auf. Ihr Verhalten erweckte bei den Ermittlern den Eindruck, dass sie nach einer geeigneten Gelegenheit für einen Diebstahl suchten. Danach begaben sich die Frauen in das Einkaufszentrum Widumer Platz, betraten zwei weitere Geschäfte und kehrten schließlich zum Busbahnhof zurück.


In einem Modegeschäft kam es schließlich zu dem beobachteten Diebstahl. Eine 81-jährige Dortmunderin betrachtete dort gemeinsam mit ihrer Schwester Kleidungsstücke an einem Schaufenster. Die beiden Verdächtigen näherten sich den Seniorinnen und positionierten sich gezielt in deren unmittelbarer Nähe.


Eine der Frauen lenkte die Schwester ab, während die andere in die Handtasche griff. Die 38-Jährige stellte sich zwischen die beiden Seniorinnen und hielt ein Kleidungsstück hoch, sodass die Schwester keinen freien Blick mehr auf die 81-Jährige hatte. Gleichzeitig griff die 31-Jährige mit ihrer linken Hand in die Handtasche des Opfers.


Als sich die Seniorin wegdrehte, unterbrach die Verdächtige ihren Griff zunächst. Kurz darauf versuchte sie es erneut und griff gezielt in die Tasche. Wenig später verließen beide Frauen das Geschäft.


Ein Zivilfahnder gab sich daraufhin als Polizeibeamter zu erkennen. Erst jetzt bemerkte die 81-Jährige, dass ihre Geldbörse verschwunden war. Weitere Bundespolizisten hielten die beiden Verdächtigen an und forderten sie auf, das gestohlene Portemonnaie herauszugeben.


Bei der Durchsuchung der 31-Jährigen fanden die Beamten 40 Euro in zusammengefalteten Geldscheinen sowie einen Zahlungsbeleg eines Schuh- und Schlüsseldienstes. Die Seniorin bestätigte, dass sie diesen Betrieb kurz zuvor aufgesucht hatte. Ihre Geldbörse konnten die Polizisten bei den beiden Frauen allerdings zunächst nicht entdecken.


Die anschließende Suche im Modegeschäft brachte schließlich den entscheidenden Fund: Das Portemonnaie lag in der Kapuze eines Kleidungsstücks, das auf einem Bügel hing. Damit konnte die entwendete Geldbörse noch vor Ort aufgefunden werden.


Die beiden bulgarischen Staatsbürgerinnen äußerten sich gegenüber den Beamten nicht zu den Vorwürfen. Ihre Identitäten wurden anhand ihrer Ausweisdokumente festgestellt.


Die Bundespolizei leitete gegen die beiden Frauen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls ein. Anschließend übergaben die Bundespolizisten die Verdächtigen an die Polizei Castrop-Rauxel. Dort wurden unter anderem Fingerabdrücke genommen und Lichtbilder angefertigt.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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