Schulstart im Kreis Recklinghausen: Polizei setzt auf sichere Schulwege
Polizei Recklinghausen kündigt verstärkte Kontrollen rund um Schulen an und ruft Eltern zu Rücksicht im Straßenverkehr auf
- 01.09.2026 um 08:09
- Castrop-Rauxel
Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Schülerinnen und Schüler im Kreis Recklinghausen und in Bottrop ein neues Schuljahr - für die Erstklässler sogar das erste. Damit verändert sich rund um die Schulen auch das Verkehrsgeschehen: Morgens und am Ende des Schultages treffen dort Fußgänger, Radfahrer, Busse und Autos aufeinander.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen betont: „Sicherheit im Straßenverkehr beginnt mit gegenseitiger Rücksicht. Auch wer im Recht ist, sollte nicht einfach darauf bestehen. Vor allem Kinder können nicht jede Verkehrssituation richtig einschätzen und reagieren oft unsicher.“
Die Einsatzkräfte werden rund um die Schulen gezielte Kontrollen durchführen und Verstöße ahnden. Im Fokus stehen dabei Geschwindigkeitsüberschreitungen - Autofahrerinnen und Autofahrer müssen jederzeit mit unangekündigten Kontrollen rechnen. Ebenso überprüft die Polizei die Sicherung von Kindern im Auto, etwa Gurt und Kindersitz, sowie die Verkehrssicherheit von Fahrrädern, beispielsweise Beleuchtung und technische Ausstattung.
Von sogenannten Elterntaxis rät die Polizei ab. Werden zum Bringen und Abholen größere Park- und Halteflächen im Schulumfeld genutzt, können Kinder den Überblick im Verkehr besser behalten und werden von anderen Verkehrsteilnehmenden leichter gesehen. Besser sei es, etwas abgesetzt von der Schule zu parken und die Kinder, insbesondere im Grundschulalter, zu Fuß bis zur Schule zu begleiten. So lernten sie, sich als Fußgänger sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Eltern von Erstklässlern wird empfohlen, den Schulweg bereits vor dem Schulstart gemeinsam mit den Kindern abzugehen und zu üben.
Ausdrücklich verboten ist das Fahren zu zweit auf einem E-Scooter - dies gilt auch für Erwachsene, die ihre Kinder auf diese Weise zur Schule bringen wollen. Für Kinder gilt grundsätzlich: Das Fahren auf einem E-Scooter ist tabu. Erst ab dem 14. Lebensjahr ist die Nutzung grundsätzlich zugelassen. Wie beim Fahrrad schützt auch hier ein Helm vor Kopfverletzungen, die selbst bei geringen Geschwindigkeiten erheblich sein können.
Neben den Kontrollen ist die Polizei auch ansprechbar vor Ort und steht Erwachsenen und Kindern helfend zur Seite, beantwortet Fragen und klärt über Gefahren im Straßenverkehr auf. Die Zahl der Unfälle auf Schulwegen ist nach Angaben der Polizei in den vergangenen Jahren auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, trifft die Polizei Recklinghausen bereits vor Schulbeginn erste Maßnahmen: Schon im Kindergarten wird mit den künftigen Erstklässlern das Verhalten im Straßenverkehr geübt, etwa das sichere Überqueren einer Straße oder die Bedeutung heller Kleidung und Reflektoren. Während der Grundschulzeit wird dieses Wissen vertieft, unter anderem mit der Radfahrausbildung und dem Fahrradführerschein.
Friederike Zurhausen erklärt abschließend: „Uns als Polizei ist es wichtig, dass Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Die Erhöhung der Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Verkehrssicherheitsarbeit. Erreichen können wir dieses Ziel aber nur gemeinsam: Fahren Sie vorsichtig, nehmen Sie sich auch mal einen Moment mehr Zeit und üben Sie den Schulweg mit Ihren Kindern.“
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- Quelle(n):
Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
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