10. Juni 2026
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St. Rochus Hospital | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Rochus-Hospital beteiligt sich an Protestaktion

Haupteingang wird am Freitag symbolisch geschlossen – Krankenhausbetrieb läuft uneingeschränkt weiter

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Das St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel beteiligt sich am Freitag, 12. Juni, an der bundesweiten Protestaktion „Kein Geld. Keine Versorgung.“. Zwischen 11 und 13 Uhr wird der Haupteingang des Krankenhauses symbolisch abgesperrt. Die medizinische Versorgung der Patienten sowie der Krankenhausbetrieb sollen nach Angaben der Klinik während der gesamten Aktion uneingeschränkt weiterlaufen.


Mit der Aktion wollen Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg auf ihre wirtschaftliche Situation aufmerksam machen. Neben dem Rochus-Hospital beteiligen sich auch weitere Krankenhäuser der Katholischen St. Paulus Gesellschaft in Dortmund, Lünen und Schwerte.


Patienten und Besucher können das Krankenhaus während des Aktionszeitraums weiterhin über alternative Zugänge erreichen. Die symbolische Schließung soll nach Angaben der Verantwortlichen verdeutlichen, welche Folgen eine aus ihrer Sicht unzureichende Finanzierung der Krankenhäuser haben könnte.


Hintergrund der Protestaktion sind geplante Änderungen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie aus Sicht der Krankenhäuser damit verbundene finanzielle Belastungen. Die Kliniken befürchten, dass ihnen dadurch erhebliche Mittel entzogen werden könnten.


Henning Eichhorst, CEO der Katholischen St. Paulus Gesellschaft, betont die Bedeutung verlässlicher Finanzierungsbedingungen für die Krankenhäuser. Die Beschäftigten würden täglich einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten und benötigten dafür Rahmenbedingungen, die die tatsächlichen Kosten der Versorgung berücksichtigen.


Axel Westermann, Standortleiter und Pflegedirektor des St. Rochus Hospitals, verweist auf die Bedeutung einer funktionierenden Krankenhausversorgung für die Menschen vor Ort. Krankenhäuser würden häufig in schwierigen und belastenden Lebenssituationen benötigt. Damit Patienten auch künftig zuverlässig versorgt werden könnten, seien ausreichend Personal, eine moderne Infrastruktur und langfristige Planungssicherheit notwendig.


Nach Angaben der Paulus Gesellschaft gehe es bei der Debatte nicht allein um wirtschaftliche Kennzahlen, sondern um die Sicherstellung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung. Die Krankenhäuser fordern deshalb eine aus ihrer Sicht nachhaltige und faire Lösung bei der Krankenhausfinanzierung.


Der Aktionstag steht unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ und trägt den Untertitel „Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“. Mit der zeitlich begrenzten symbolischen Schließung möchten die beteiligten Krankenhäuser Politik und Öffentlichkeit auf die Herausforderungen aufmerksam machen, vor denen viele Kliniken derzeit stehen.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.