28. Juni 2026
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Dr. med. Anne Herbrich gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. med. Martin Hoffmann | Bild: SLG St. Paulus GmbH

Krankenhäuser trainieren für außergewöhnliche Notlagen

Mediziner aus Castrop-Rauxel und Dortmund absolvieren Spezialfortbildung für Terror- und Großschadenslagen

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Die Krankenhäuser der SLG St. Paulus GmbH bereiten sich gezielt auf außergewöhnliche Notfall- und Krisensituationen vor. Dazu haben mehrere leitende Mediziner aus dem St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel, dem St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde und dem Katholischen Krankenhaus Dortmund-West an einer spezialisierten Fortbildung für Terror- und Großschadenslagen teilgenommen.


Die sogenannte TDSC-Fortbildung (Terror and Disaster Surgical Care) wird von der AUC GmbH der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie angeboten. Sie vermittelt medizinische, organisatorische und taktische Strategien für Situationen, in denen innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl schwerverletzter Menschen versorgt werden muss.


Zu den Teilnehmern gehörten Dr. Anne Herbrich, Chefärztin der Klinik für Akut- und Notfallmedizin an den drei Standorten der SLG St. Paulus GmbH, Priv.-Doz. Dr. Martin Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie am St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde, sowie Till Bösche, Notarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin und Leiter des Notarzteinsatzfahrzeugs am St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel.


Die Fortbildung beschäftigt sich unter anderem mit der medizinischen Versorgung bei terrorassoziierten Großschadensereignissen oder anderen komplexen Krisensituationen. Ziel ist es, Abläufe so zu trainieren, dass medizinische Teams auch unter erheblichem Zeitdruck strukturiert und effektiv handeln können.


Im Mittelpunkt stehen dabei moderne Konzepte der sogenannten Schadensbegrenzungschirurgie. Anders als bei der Versorgung einzelner Schwerverletzter werden in solchen Ausnahmesituationen lebensrettende Maßnahmen zunächst priorisiert, um möglichst vielen Betroffenen gleichzeitig helfen zu können.


„Gerade in außergewöhnlichen Einsatzlagen ist es entscheidend, dass alle Abläufe sicher ineinandergreifen. Die Fortbildung hat uns dabei unterstützt, unsere Zusammenarbeit und unsere Prozesse weiter zu optimieren“, erklärt Dr. Martin Hoffmann.


Dr. Anne Herbrich betont die Bedeutung regelmäßiger Übungen: „Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten jederzeit die bestmögliche Versorgung zu bieten – auch dann, wenn Situationen besonders komplex oder dynamisch werden. Dafür ist regelmäßiges gemeinsames Training unverzichtbar.“


Auch Till Bösche hebt die Zusammenarbeit verschiedener Akteure hervor: „Eine gute Notfallversorgung endet nicht an den Grenzen eines einzelnen Krankenhauses. Entscheidend ist, dass Rettungsdienst, Notfallmedizin und Kliniken eng zusammenarbeiten und optimal vorbereitet sind.“


Nach Angaben der SLG St. Paulus GmbH soll die Teilnahme an der Fortbildung dazu beitragen, die Notfallversorgung in der Region weiter zu stärken. Patienten sollen von abgestimmten Abläufen, hoher fachlicher Expertise und einer engen Zusammenarbeit der Standorte profitieren – auch in außergewöhnlichen Einsatzlagen.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.