Mittwoch, 07. Oktober 2026
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Bild: Stadt Castrop-Rauxel

Interreligiöses Abrahamsfest bringt rund 70 Menschen im ERIN 6 zusammen

Gemeinsames Gebet, Podiumsgespräch und Essen: Vertreter von Judentum, Christentum und Islam würdigen Abraham als verbindende Figur

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Rund 70 Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen trafen sich in der letzten Septemberwoche, am 26. September, zum interreligiösen Abrahamsfest im ERIN 6. Unter dem Motto „Gemeinsam mit Freunden“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von Abraham beziehungsweise Ibrahim als gemeinsame Figur von Judentum, Christentum und Islam. Im Mittelpunkt standen Werte wie Gastfreundschaft, Respekt, Frieden und Zusammenhalt.


Den Auftakt bildete ein interreligiöses Gebet unter dem Leitwort „Suchet der Stadt Bestes“ aus dem Buch Jeremia. Gestaltet wurde dieser Teil gemeinsam von Monsignore Reinhard Hörmann, Pfarrer Johannes Ditthard und Imam Necad Becic. Ein besonderer Moment war das gemeinsame Bild der drei Vertreter unterschiedlicher religiöser Traditionen. Auch die jüdische Perspektive war vertreten: Kantor Isaac Tourgmann von der Jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen konnte wegen des Sabbats nicht persönlich teilnehmen, schickte jedoch einen schriftlichen Gruß, der vorgelesen wurde.


Im Anschluss diskutierten Dr. Ahmed Husic, Inhaber des Lehrstuhls für Islamische und Systematische Theologie an der Universität Paderborn, Norbert Keller, Subsidiar und Pfarrer im Ruhrstand der Pfarrei St. Lambertus, sowie Arno Wittekind, Pfarrer der Evangelischen Paulus-Kirchengemeinde, über die Bedeutung Abrahams für das heutige Zusammenleben. Moderiert wurde das Gespräch von Dr. Adrian Tavaszi, Leiter der Volkshochschule Castrop-Rauxel und Religionswissenschaftler. Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Eigenschaften Abrahams – etwa Gastfreundschaft, Offenheit und Friedfertigkeit – auch heute für die Gesellschaft von Bedeutung sind.


Nach dem offiziellen Programm wurde gemeinsam gegessen. Bei Gesprächen, Lachen und Begegnungen entstand eine ungezwungene Atmosphäre, in der Menschen unterschiedlicher Religionen und Hintergründe miteinander ins Gespräch kamen.


Das Abrahamsfest ist aus den dreimal jährlich stattfindenden interreligiösen Dialogen entstanden, die vom Büro für Integration und Demokratie initiiert und auf Einladung des Bürgermeisters durchgeführt werden. In diesem Jahr bildete das Fest den dritten interreligiösen Dialog und erweiterte den regelmäßigen Austausch um ein gemeinsames Fest der Begegnung und Gastfreundschaft.


„Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen nicht zuerst danach gefragt werden, was sie voneinander unterscheidet, sondern danach, was sie miteinander verbindet. Gemeinsam zu beten, miteinander zu sprechen und anschließend an einem Tisch zu sitzen – genau darin liegt für mich der besondere Wert dieses Festes“, sagte Integrationsbeauftragte Tina Teschlade stellvertretend für das Planungsteam.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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