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Bild: Stadt Castrop-Rauxel / Tom-Louis Wurg

Insassen der JVA helfen beim Aufräumen des Stadtteilgartens

Jugendzentrum D-Town und JVA Meisenhof reaktivieren gemeinsam den Stadtteilgarten in Deininghausen

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Der Stadtteilgarten in Deininghausen soll wieder zu einem lebendigen Treffpunkt für die Nachbarschaft werden. Jacqueline Turrek vom Jugendzentrum D-Town hat sich vorgenommen, den in den vergangenen Jahren zunehmend zugewucherten Garten zu reaktivieren. Künftig soll dort jeder, der Interesse hat, etwas anpflanzen können. Auch Projekte mit Kindern und Jugendlichen aus dem Jugendzentrum sind geplant.


Bevor jedoch neue Beete entstehen können, musste zunächst aufgeräumt werden. Nach Turreks Worten müsse erst einmal "Tabula Rasa gemacht werden", damit potenzielle Interessenten nicht abgeschreckt werden. Für diese Aufräumaktion holte sie sich Unterstützung von ungewöhnlicher Seite: von Insassen im offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt (JVA) Meisenhof in Ickern.


Zehn Insassen haben am 28. Juli den Stadtteilgarten auf Vordermann gebracht. Sie beschnitten Hecken und Büsche, befreiten die Wege von Moos und Unkraut und entfernten Gerümpel. Für ihren Einsatz erhielten die Gefangenen kein Geld. Als Turrek bei der JVA anfragte, ob sich Insassen für die Aufräumaktion zur Verfügung stellen könnten, meldeten sich laut Mitteilung sogar mehr Freiwillige, als benötigt wurden.


Ein Mitarbeiter des Allgemeinen Vollzugsdienstes der JVA erklärte, ein solches Ehrenamt sei bei den Gefangenen sehr beliebt. Insassen der JVA Meisenhof würden nach vorheriger Prüfung für vollzugsöffnende Maßnahmen zugelassen und dürften die Anstalt für eine bestimmte Zeit verlassen - solche Gelegenheiten seien jedoch begrenzt. Ein Projekt wie dieses bezeichnete er als "Win-Win-Situation": Die Gefangenen hätten die Zeit und die "Manpower" und setzten diese für einen guten Zweck ein.


Für Jacqueline Turrek muss die Zusammenarbeit zwischen Jugendzentrum und JVA nach der Aufräumaktion nicht enden. Sie kann sich vorstellen, künftig weitere Projekte mit den Insassen zu planen. Neben Gartenarbeit seien auch Werk- und Bastelprojekte denkbar, etwa das gemeinsame Basteln von Vogelhäuschen für den Stadtteilgarten im kommenden Frühling. Entsprechende Gespräche laufen bereits.


Nun hofft Turrek, dass sich viele Anwohnerinnen und Anwohner am neu hergerichteten Garten beteiligen. "Der Grund ist gemacht. Wer sich jetzt am Stadtteilgarten beteiligen möchte, kann sich gerne melden", sagte sie. Interessierte können sich per E-Mail an jugendzentrum-dtown@castrop-rauxel.de wenden.


Wichtig sei ihr dabei das Beteiligungskonzept: "Sinn und Zweck des Gartens ist Gemeinschaft. Wir wollen gemeinsam etwas schaffen", so Turrek. Selbst angepflanztes Gemüse dürfe später natürlich auch selbst geerntet und mit nach Hause genommen werden.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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