IGA und Brückenneubau: Wie verträgt sich das?
EGLV: "Infrastrukturmaßnahmen zu verschieben, ist in der Regel die schlechtere Option"
- 06.05.2026 um 17:39
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenAb dem 1. Oktober wird die Wartburgstraße zur Großbaustelle. Der Neubau der Emscherbrücke und der damit verbundene Ausbau der Straße zwischen Heerstraße und Freiheitstraße wird voraussichtlich 15 Monate dauern (CASNews berichtete). Die damit einhergehende Teilsperrung der Wartburgstraße fällt somit genau in die Zeit der Internationalen Gartenausstellung (IGA), die sich vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 im Ruhrgebiet präsentiert. Das an die Wartburgstraße angrenzende Emscherland ist einer der fünf Zukunftsgärten der IGA. Wie lässt sich das mit der Baumaßnahme, die erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen mit sich bringen wird, vereinbaren? Wir fragten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) nach.
„Infrastrukturmaßnahmen zu verschieben, ist in der Regel die schlechtere Option, zumal hier auch eine zeitliche Abhängigkeit von anderen Maßnahmen besteht – unter anderem, um weiteren Projekten nicht in die Quere zu kommen. Sprich: Das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht, ist nicht groß. Ein Verschieben der Maßnahme um mehrere Jahre wäre daher nicht vertretbar und vermutlich eher auch mit einer deutlichen Kostensteigerung verbunden“, sagt Ilias Abawi, Sprecher von Emschergenossenschaft und Lippeverband.
CASNews: Wie soll der Verkehr zum Emscherpark in Castrop-Rauxel geleitet werden? Wird nur ein Zugang über die Suderwicher Straße erfolgen oder können Besucher bis ins Gewerbegebiet (Industriestraße) fahren?
Ilias Abawi: Das Industriegebiet bleibt erreichbar. Die Sperrung betrifft den Bereich zwischen der Freiheitstraße und der Heerstraße.
CASNews: Während der IGA werden mehr Besucher als sonst ins Castrop-Rauxeler Emscherland kommen. Mit welchem „Mehr an Besuchern“ rechnen Sie? Und wie ist das mit den massiven Verkehrsbeeinträchtigungen rund um das Emscherland vereinbar? Welche Pläne/Konzepte gibt es, um ein Verkehrschaos zu verhindern und eine reibungslose An- und Abfahrt zu ermöglichen? Die B235 wird schon jetzt stark frequentiert, und täglich kommt es zu langen Rückstaus Richtung Datteln und zurück.
Ilias Abawi: Uns ist keine Einschätzung zur Besucherzahl bekannt. Hier wäre ggf. auch eher die IGA selbst die richtige Ansprechstelle. Grundsätzlich möchten wir darauf hinweisen, dass es mehr Verkehrsmittel als das Auto gibt: Attraktive Fahrrad-Routen im Umfeld sowie Wegeverbindungen für Radfahrer bleiben bestehen, um beispielsweise vom Emscher-Weg ins Emscherland zu kommen. Bereits unabhängig von der IGA weisen wir darauf hin, dass das Emscherland am besten per ÖPNV oder auf dem Rad – und eben nicht mit dem Auto – erreicht wird.
CASNews: Es ist damit zu rechnen, dass insbesondere auswärtige Besucher mit dem Auto anreisen werden. Wie sieht es mit Parkmöglichkeiten aus? Wo kann geparkt werden? Gehen Sie davon aus, dass die vorhandenen Kapazitäten ausreichen oder werden weitere Parkflächen ausgewiesen, die während der IGA genutzt werden können?
Ilias Abawi: Hier befindet man sich zurzeit noch in der konkreten Absprache. Für eine abschließende Antwort ist es schlicht noch zu früh.
CASNews: Ist nicht aufgrund der Situation zu befürchten, dass der Fokus im IGA-Jahr nicht auf der Ausstellung, sondern auf den Verkehrsbeeinträchtigungen liegen wird?
Ilias Abawi: Aus unserer Sicht nicht. Letztlich ist das aber auch immer eine Frage des Umgangs mit dem Thema und dessen Gewichtung im Gesamtkontext. Hier spielen sicherlich auch die Medien und ihre Verantwortung eine Rolle.
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- Quelle(n):
Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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