Grüne fordern Verbot von Kamera-Brillen in städtischen Bädern
Bäderordnung soll um Regelung zu Kamera-Brillen ergänzt werden – Rat entscheidet im September
- 09.09.2026 um 15:35
- Castrop-Rauxel
Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Castrop-Rauxel fordert ein ausdrückliches Verbot von Brillen mit integrierter Videokamera sowie vergleichbaren getarnten Aufnahmegeräten in den kommunalen Badeanlagen der Stadt. Die geltende Bäderordnung soll dazu entsprechend ergänzt werden.
„Wer ein Schwimmbad besucht, muss sich darauf verlassen können, nicht heimlich gefilmt oder aufgenommen zu werden. Gerade in Umkleiden, Duschen und Schwimmbecken hat der Schutz der Intimsphäre höchste Priorität“, erklärt Timo Eismann, Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen.
Nach Auffassung der Grünen wächst mit der zunehmenden Verbreitung sogenannter Wearables die Gefahr unbemerkter Bild- und Tonaufnahmen. Kamera-Brillen seien äußerlich häufig kaum von gewöhnlichen Brillen zu unterscheiden. Die bisherige Bäderordnung biete deshalb keine ausreichend klare Grundlage, um solche Geräte gezielt zu untersagen.
„Klare Regeln schützen nicht nur die Badegäste. Sie geben auch dem Aufsichtspersonal eine verlässliche Handhabe, um bei Verstößen konsequent einzugreifen“, so Eismann. „Ein ausdrückliches Verbot schafft Rechtssicherheit und macht deutlich, dass die Stadt den Schutz vor unerlaubten Aufnahmen ernst nimmt.“
Die Grünen haben beantragt, den Vorschlag am 17. September 2026 im Betriebsausschuss 3 und am 24. September 2026 im Rat der Stadt zu beraten.
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- Quelle(n):
Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
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